Bonner Sportforum: Die Zukunft des Sports in Bonn

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2. Bonner Sportforum
am Dienstag, 21.04.2015, 18.00 Uhr
im Haus der Sparkasse KölnBonn, Friedensplatz 1-3 in Bonn

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Sehr geehrte Damen und Herren,

der Stadtsportbund Bonn e.V., der Olympiastützpunkt Rheinland und die Deutsche Olympische Gesellschaft wollen zusammen mit der Sparkasse KölnBonn, deren Gast wir sind, wichtige Fragen im Themenfeld Sport regelmäßig zur Diskussion stellen. Aus Anlass der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl bietet sich an, die Kandidaten der Bonner Parteien zum Thema

„Die Zukunft des Sports in Bonn“

zu hören.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand der Sparkasse informieren Sie:

Herr Ruhenstroth-Bauer, SPD
Herr Thomas Schmidt, Bündnis90/Die Grünen
Herr Ashok Sridharan, CDU

Zum Zeitpunkt des Versandes der Einladung waren weitere Kandidaten nicht bekannt. Sollten
Kandidaten hinzukommen, werden sie unverzüglich eingeladen.

Anschließend haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zum Bonner Sport an die Kandidaten zu stellen.

Die Veranstaltung wird von Siegbert Heid, dem Leiter des Gesprächskreises „Bonner Sportforum“, moderiert. Danach bietet uns die Sparkasse bei einer Erfrischung an, die Gespräche zu vertiefen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegbert Heid
Leiter des Gesprächskreises

SSB: Weitere Zusammenarbeit mit dem Dezernenten kaum möglich

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Pressemitteilung des Stadtsportbundes Bonn vom 10.12.2014

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Weitere Zusammenarbeit mit dem Dezernenten kaum möglich
SSB unterstützt den Protest der Fördervereine der Stadtteilbibliotheken

Für den Stadtsportbund Bonn ist eine weitere konstruktive Zusammenarbeit mit dem Sport- und Kulturdezernenten Martin Schumacher nur noch schwer vorstellbar. „Herr Schumacher will offenbar nicht verstehen, dass die Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr mit dem Stadtsportbund nicht verhandelbar ist. Genau das hatte er 2011 bei seiner Amtsübernahme bereits vorgehabt, er ist dann aber am erbitterten Widerstand des Bonner Sports gescheitert. Wenn er dies jetzt wieder fordert, hat er seitdem aus diesem Vorgang offenbar nichts gelernt“, sagt SSB-Vorsitzender Michael Scharf. „Angesichts dieser Tatsache müssen wir davon ausgehen, dass er wie damals auch weiterhin die These vertritt, dass Sport ausschließlich Privatsache der Bürger sei und von der Stadt nicht gefördert werden müsse. Mit einer solchen Einstellung aber disqualifiziert er sich in höchstem Maße als Verantwortlicher für den Sport in der Stadt Bonn.“

Aus diesem Grund bittet der SSB die politisch Verantwortlichen und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, im Rahmen der ohnehin vorgesehenen Neustrukturierung der Dezernate den Bereich Sport aus dem Verantwortungsbereich des Kulturdezernenten zu lösen. „Der Sport war in Bonn immer ein ungeliebtes Anhängsel bei den jeweiligen Kulturdezernenten, die stets aufgrund ihrer Kulturaffinität ausgesucht wurden. Das war bei Jochem von Uslar-Gleichen und bei Ludwig Krapf so, und das war jetzt bei Martin Schumacher nicht anders. Es wird Zeit, das zu ändern“, so Scharf.

Der Stadtsportbund kritisiert auch, dass Schumacher weiterhin vier Bäder in Bonn schließen will, obwohl Stadtsportbund und Politik diese Pläne deutlich ablehnen. Dabei geht Schumacher nicht mit einem Wort auf die Angebote der Bonner Schwimmvereine ein, durch Übernahme der Betriebsführung hohe sechsstellige Beträge jährlich einzusparen. Scharf: „Schumacher ist offenbar beratungsresistent und will einfach seine Vorstellungen durchsetzen.“

Verwundert ist der SSB auch über die von Sportamtsleiter Martin Herkt angestellte Überlegung, ob Vereine in Bonn mit zwischen 100 und 200 Mitgliedern auf Dauer überlebensfähig seien. 80 Prozent unserer 80.000 Vereinsmitglieder gehören in Bonn Vereinen dieser Größe an. Der SSB fragt sich, ob die Stadt künftig durch die gezielte Schließung von Sporthallen und –plätzen in die Vereinsstrukturen eingreifen will. Schließlich ist die Vereinsvielfalt in Bonn mit ihren gewachsenen Strukturen auch in den kleinen Ortsteilen am Rande der Stadt besonders liebenswert. Auch diese Vereine leisten Immenses für das soziale Miteinander in der Stadt und die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund

„Schumacher sucht offenbar mit viel Energie nach Möglichkeiten, wie er im Sport Geld einsparen kann. Der SSB wäre froh, wenn sich Schumacher genauso viel Zeit nehmen würde bei der Suche, wie in der Bonner Kultur gespart werden kann. Der Stadtsportbund und viele Bonner Bürger würden ihn da gerne mit vielen guten Vorschlägen unterstützen“, sagt Michael Scharf.

Im Übrigen verfolgt der SSB mit großem Interesse die Diskussionen über die angestrebten Schließungen der Stadtteilbibliotheken. „Wir unterstützen ausdrücklich die Bemühungen der verschiedenen Fördervereine auf Beibehaltung der dezentralen Standorte. Wir erkennen darin große Parallelen zu den Plänen der Stadt, in großer Zahl Schwimmbäder zu schließen und Sportstättennutzungsgebühren für Vereine einzuführen. In allen Fällen trifft es vor allem Kinder, Jugendliche und ältere Mitbürger. Wir aber wollen eine Stadt, die Geld für die Erziehungs- und Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche einsetzt und sich für das soziale Miteinander und die Gesundheitserhaltung für ältere Bürger engagiert. Die Bonner Verwaltung und die Parteien müssen umdenken und die Prioritäten auf mehr soziales Miteinander legen“, sagt der SSB-Vorsitzende.

PM der Bibliotheksfördervereine: [wpfilebase tag=file id=188 tpl=filebrowser /]

Stimme des Tages – 06.11.2013

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Auswirkungen der Bonner Haushaltssperre
Stimme des Tages
Kommentar im Generalanzeiger Bonn von GA-Redakteur Cem Akalin

„Gehen Sie zurück auf Los und ziehen sie keine 4000 Euro ein.“ Die Akteure der freien Kulturszene und der Bonner Sportvereine fühlen sich wohl gerade, als hätten sie diese undankbare Ereigniskarte im Monopolyspiel gezogen. Wochenlange Debatten an Runden Tischen zur Kultur, monatelanges Ringen um neue Sportförderrichtlinien und ein wenig mehr Geld scheinen mit der von Kämmerer Ludger Sander verordneten Haushaltssperre mit einer Handbewegung vom Tisch gewischt.

Weiterführende Informationen im Generalanzeiger Bonn unter Zurück auf Los… und Konsequenzen für freie Kultur und Sport

Senden Sie Ihre „Stimme des Tages“ an stimme-des-tages@pro-sportstadt-bonn.de

Reaktionen auf den Offenen Brief

Der vor zwei Tagen veröffentlichte Offene Brief zur Debatte um Kultur- und Sportförderung sorgt für breites Echo.

PSB versucht an dieser Stelle Meinungen und Reaktionen zu bündeln.

Für die heute eingegangenen Antworten von Elisabeth Einecke-Klövekorn und Gunter Duvenbeck haben wir kurzfristig die Erlaubnis zur Veröffentlichung erhalten. Alle anderen bereits öffentlichen Reaktionen werden hier per Link bereitgehalten.

Die Antwort von Herrn Duvenbeck findet sich hier: Antwort Herr Duvenbeck

Die Antwort von Frau Einecke-Klövekorn findet sich hier: Antwort Frau Einecke-Klövekorn

Hier der Artikel im Generalanzeiger Bonn: Artikel GA

Eine Antwort von Lothar Kittstein, Autor und Dramatiker, wurde auf der facebook-Seite http://www.facebook.com/jetzt.ist.schluss veröffentlicht.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Kultur- und Sportdezernent Martin Schumacher rufen in einer Pressemitteilung zur Sachlichkeit auf: Für Bonn sind Kultur UND Sport wichtig

Update 14.12.2012:

  • Keine direkte Antwort auf den Offenen Brief, aber auch in diesem Artikel über den „Liberalen Talk im Atelier“ wird das Thema aufgegriffen: Warum Bonn eine Oper braucht
  • Artikel zur Ratssitzung vom 13.12.2012, in dem die Debatte erwähnt wird: Eklat um Jürgen Nimptschs Opern-Solo
    • O-Töne aus dem Generalanzeiger Bonn:
      • Bernhard Wimmer (BBB): „Wir bedauern die Verschärfung der Auseinandersetzung zwischen Kultur und Sport. Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor. Aber sie ist nur ein Teil des städtischen Lebens und damit keine heilige Kuh wie in Indien. Wenn der Stadt Geld fehlt, muss auch die Kultur zur Konsolidierung des Haushalts beitragen.“
      • Klaus-Peter Gilles (CDU): „Es dient der Sache nicht, wenn sich Kultur und Sport jetzt auf ein solch unwürdiges Diskussionsniveau begeben. Es ist nicht hilfreich und nicht konstruktiv. Wir sind als Politik nach besten Kräften bemüht, Lösungen für alle Bereiche zu finden und da sollten alle, auch Sport und Kultur an einem Strang ziehen.“
      • Werner Hümmrich (FDP): „Leider wird der Ton zwischen Kultur und Sport rauer. Am langen Ende entscheiden die Politiker über die Mittelverteilung. Von daher kann ich nur an beide Gruppen appellieren, sich nicht gegenseitig zu beschimpfen. Viel sinnvoller ist, das Gespräch mit den Entscheidungsträgern zu suchen.“
      • Doro Paß-Weingartz (Grüne): „Bonn braucht Sport und Kultur. Wir glauben, dass wir eine vernünftige Balance ansteuern. Diejenigen, die an der Sache orientiert eine lebendige Diskussion führen, werden bei den Grünen immer ein offenes Ohr finden.“
      • Bärbel Richter (SPD): „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich es für falsch halte, zwei Sparten gegeneinander auszuspielen, und natürlich ist es nicht möglich, die Oper oder das Kunstmuseum einfach zu schließen. Selbst wenn, würde dies nicht zu unmittelbaren Einsparungen führen.“

Update 16.12.2012:

Update 19.12.2012:

  • In einem offenen Brief an PSB wendet sich Ferdinand Kösters, Vorsitzender der Opernfreunde Bonn, zu Wort. (Download [wpfilebase tag=file id=93 tpl=filebrowser/])
  • Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen wendet sich durch Präsident Walter Schneeloch und Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Niessen in einem Brief an den Köln-Bonner Musikkalender (in Kopie: SSB Bonn, PSB, Theatergemeinde Bonn, Generalanzeiger Bonn, OB Jürgen Nimptsch, Frau Ministerin Schäfer, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Donwload [wpfilebase tag=file id=94 tpl=filebrowser /]).

Update 20.12.2012:

  • Artikel im Generalanzeiger behandelt die Briefe von Ferdinand Kösters und Landessportbund, mit O-Tönen von Kay Milner: „Die berühmte dritte Halbzeit“
    es fand keine Mitgliederversammlung statt, sondern nur eine Beratung im „Vorstand“

Update 09.01.2012:

Weitere Reaktionen nehmen wir gern nach Zugang hier auf. Wir weisen darauf hin, dass die Kommentarfunktion moderiert ist.

Offener Brief: Antwort Elisabeth Einecke-Klövekorn

Dass das Magazin „kultur“ der Theatergemeinde Bonn so aufmerksam gelesen wird, freut uns natürlich. Selbstverständlich sind viele Mitglieder von Sportvereinen auch Mitglieder der Theatergemeinde Bonn und erhalten unser Magazin deshalb regelmäßig. Darin wird stets nicht nur über Produktionen des städtischen Theaters, sondern ebenso über die der freien und privaten Einrichtungen berichtet. Die Theatergemeinde unterstützt bekanntlich die ‚freie‘ Kultur nachhaltig. Eine Opposition zwischen dieser und der ‚Hochkultur‘ besteht nicht. Tatsächlich ergänzen sich beide und tragen viel zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Seit mehr als 60 Jahren setzt sich die Theatergemeinde Bonn für die Breitenkultur ein, die allerdings ohne ‚Spitzenkultur‘ nicht möglich ist. In dem von der PSB zitierten Editorial in „kultur“ Nr. 91 habe ich auf den Wert des ehrenamtlichen Engagements hingewiesen. Allein für die Theatergemeinde Bonn mit ihren ca. 9.000 Mitgliedern sind über 150 Menschen als Gruppenleiter, Theaterpaten für Kinder, Schultheater-Jury etc. tätig. Ich habe wörtlich geschrieben, dass die in der Kultur ehrenamtlich Tätigen „nicht weniger leisten als die ehrenamtlichen Betreuer und Trainer von Sportgruppen, deren
Engagement sich überwiegend nicht in Geld bemisst, sondern in sozialem Mehrwert. Eigentlich müssten sie sich zusammentun und gemeinsam für bessere Bedingungen ihrer Arbeit eintreten“. Diese deutliche Wertschätzung der Leistungen der Sportvereine verschweigt Ihr „Offener Brief“.

Mit „beeindruckenden Zahlen“ zu argumentieren, hilft tatsächlich weder den Sportfreunden, noch den Opern- und Theaterfreunden, wobei es einen von Ihnen suggerierten und bei der Demonstration am 3.11. mit Plakaten wie „Mama, ich will nicht in die Oper“ manifestierten Gegensatz im Grunde nicht gibt. Alle von welcher Seite auch immer ins Feld geführten Zahlen behaupten Objektivität, vergleichen jedoch Unvergleichbares. Ich will hier nicht weiter ausführen, dass ein städtischer Eigenbetrieb mit tariflich bezahltem Personal wie das Theater Bonn, das in den letzten Jahren mehr eingespart hat als jedes andere Theater in Deutschland, nicht vergleichbar ist mit einem
Verein. Der im General-Anzeiger korrekt zitierte Satz „Das Problem – und dieses vehement zur Diskussion gestellt zu haben, ist ein Verdienst der Sport- und Banalunterhaltungsfreunde – ist der neoliberale Flachsinn(…)“ ist nicht nur aus dem Kontext gerissen. Er ist eindeutig kein Angriff auf die PSB, sondern eher ein Lob. Sie haben nämlich jenseits aller Zahlenspiele eine Debatte angestoßen, die auf
gesellschaftliche Werte zielt. Das ist richtig und gut: Denn alle Gruppierungen müssen sich der Frage stellen, welchen Wert ihnen eine sich verändernde Gesellschaft beimisst und wie deren Ressourcen verteilt werden. Darüber sollte man gern leidenschaftlich
diskutieren, aber möglichst nicht feindschaftlich. Ich bin ohne jeden Zweifel davon überzeugt, dass die PSB nicht in einer schwarzbraunen Ecke agiert, sondern eine Streitkultur pflegt, die zur Weiterentwicklung unseres demokratischen Gemeinwesens viel beiträgt.

Mit freundlichen Grüßen,
Elisabeth Einecke-Klövekorn