SSB: Notfalls auch ein kassierendes Bürgerbegehren

SSB Logo

Pressemitteilung vom 19. Mai 2016

[wpfilebase tag=file id=222 tpl=filebrowser /]

Notfalls auch ein kassierendes Bürgerbegehren
Vorstand erhält auf der Mitgliederversammlung großen Zuspruch

Der Vorstand des Stadtsportbundes Bonn (SSB) geht mit breiter Brust in eine neue dreijährige Amtszeit. Nicht nur, dass die Vorstandscrew um ihren Vorsitzenden Michael Scharf auf der Mitgliederversammlung im Maritim-Hotel überzeugend wiedergewählt wurde, auch in allen anderen Tagesordnungspunkten vertrauten die Delegierten den Vorschlägen des Vorstands. Auch bei dem mit Spannung erwarteten Vorstandsantrag, alle Maßnahmen ergreifen zu dürfen, den Abschluss des Generalintendantenvertrages vor der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2017/18 der Stadt Bonn zu verhindern: Mit überwältigender Mehrheit (eine Gegenstimme, 17 Enthaltungen bei einer Gesamtstimmenzahl von 139) ermächtigten sie den Vorstand, notfalls sogar ein kassierendes Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Vereine uns derart deutlich ihr Vertrauen ausgesprochen haben“, sagte Michael Scharf, der schon in seinem Jahresbericht darauf hinwies, dass es sich auch bei diesem Antrag nicht um einen Kampf des Sports gegen die Hochkultur handele. „Allerdings – und das wird aus interessierten Kreisen immer wieder als Konflikt interpretiert – ist der Sport anscheinend der einzige bürgerschaftliche Bereich, der immer wieder auf das große Risiko einer Kulturförderung hinweist, die noch aus Hauptstadtzeiten stammt und damals kräftig durch Zuschüsse des Bundes gefördert wurde, inzwischen jedoch zu 100 Prozent aus dem Bonner

Haushalt bezahlt werden muss.“ Selbst die Aufforderungen der Aufsichtsbehörden, die extrem hohen Kulturausgaben deutlich zurückzuführen, seien bei Verwaltung und Parteien ungehört verhallt. „Wenn die Stadt dann aber Richtung Nothaushalt taumelt, weil sie ihre Ausgaben nicht in den Griff bekommt, dann müssen später alle gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam die Suppe auslöffeln. Dann darf es nicht sein, dass in der Stadt das Licht ausgeht, das Theater aber bei Festbeleuchtung in Saus und Braus lebt, weil die Stadt ohne Zwang und ohne Kenntnis der notwendigen Haushaltsdaten mit dem Generalintendanten einen neuen Fünf-Jahresvertrag abgeschlossen hat, der sie bis 2023 bindet und einen Umfang von rund 150 Millionen Euro hat“, so Scharf.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Kulturdezernent Martin Schumacher appellierten zwar an die Versammlung, der Sport möge sich doch bitte auf seine Angelegenheiten beschränken und die gesellschaftlichen Gruppen nicht auseinanderdividieren, doch die Delegierten ließen sich nicht beirren und stimmten der Aussage von SSB-Finanzchef Achim Dehnen zu: „Nicht der Sport entsolidarisiert sich, sondern die Gruppe, die in Notzeiten eine Extrawurst für sich herausschlagen möchte. Mit unserem Auftrag, mit allen Mitteln gegen eine Verlängerung des Intendantenvertrages vor Verabschiedung des Doppelhaushaltes anzugehen, bieten wir jetzt der Verwaltung und den Parteien die Möglichkeit, endlich mit den Sparbemühungen im Kulturhaushalt zu beginnen.“

Insgesamt ging die Mitgliederversammlung trotz eines Mammutprogramms überaus zügig über die Bühne. Die komplett neue Satzung wurde innerhalb weniger Minuten verabschiedet und auch zum Jahresabschluss 2015 und Finanzplan 2016 gab es nur wenige Nachfragen. Den Hannelore-Kendziora-Ehrenpreis verlieh Michael Scharf an die Nachwuchsturnerinnen Lena Bitter und Doreen Karst vom TGV Bonn, die trotz ihrer jungen Jahre bereits als Trainerinnen die Jüngsten im Verein betreuen und mit großer Begeisterung und bei großem Zeitaufwand dem Verein zur Verfügung stehen.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Michael Scharf (Vorsitzender), Kay Milner und Ute Heid (stellvertretende Vorsitzende), Achim Dehnen (Finanzen); erweiterter Vorstand: Elmar Heide-Schoenrock, Heiko Fleck, Martina Weiß-Bischof, Michael Nickels; Jürgen Schütt (Sportjugend).

SSB: Nächste Ziele: Sportkataster, Sportentwicklungsplan und Bäder

SSB Logo

Pressemitteilung vom 19. Mai 2015

[wpfilebase tag=file id=203 tpl=filebrowser /]

Nächste Ziele: Sportkataster, Sportentwicklungsplanung und Bäder
Francisco Lahora mit Hannelore-Kendziora-Ehrenpreis ausgezeichnet

Auf den Stadtsportbund Bonn (SSB) kommt in den kommenden zwölf Monaten viel Arbeit zu. „Wir fordern den Sportdezernenten auf, endlich mit den Arbeiten zur Aufstellung des vom Rat beschlossenen Sportkatasters zu beginnen und anschließend den lange versprochenen Sportentwicklungsplan anzugehen. Nur so lässt sich eine verantwortungsvolle und bedarfsorientierte Sportstättenplanung zum Wohle der Stadt vorantreiben“, sagte der SSB-Vorsitzende Michael Scharf am Montagabend auf der ordentlichen Mitgliederversammlung 2015 im Haus der Stadtwerke. „Und das Thema Bonner Bäder wird uns wohl ohnehin noch die nächsten Jahre, ganz stark aber in den nächsten Monaten beschäftigen.“

Scharf forderte den im September zu wählenden neuen Oberbürgermeister auf, den Sport in Bonn auch zur Chefsache zu machen. „Sport ist gelebte Kinder- und Jugendförderung, ist Gesundheitsförderung, Inklusion und Integration, Sport ist Breite und Spitze und vieles mehr. Um dies gemeinsam in und mit der Stadt Bonn zu leben, benötigen wir viel mehr Unterstützung aus den städtischen Ämtern und feste Ansprechpartner beispielsweise im Jugend-, Gesundheits- und Schulamt sowie im Städtischen Gebäudemanagement. Diese alle an einen runden Tisch zu bekommen, wird nur gelingen, wenn sich der neue OB verpflichtet fühlt, eine verantwortungsvolle Rolle beim Bonner Sport einzunehmen.“

Zuvor hatte Dr. Christoph Niessen, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes NRW und Bonner Bürger, den Kurs des Bonner Stadtsportbundes nachhaltig unterstützt. „Der Bonner Sport hat in den letzten drei Jahren viele Schlagzeilen geschrieben, die sogar bundesweit Beachtung fanden. Auch wenn dabei das falsche Bild entstanden ist, der Sport sei auf einem Kreuzzug gegen die Kultur, hat der SSB alles richtig gemacht. Er hat in Bonn Veränderungen erwirkt, Verantwortung übernommen und eine Stimme in der Öffentlichkeit bekommen. Und er ist mit der Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers konsequent den richtigen Weg weitergegangen: Nachhaltige politische Arbeit ist heutzutage allein im Ehrenamt nicht zu bewältigen.“

Dass der SSB so erfolgreich ist, begründet sich für Niessen auch in der Form der Darstellung. „Der SSB hat Haushaltszahlen und Fakten in Bonn bekannt gemacht, die der Bonner Bürger normalerweise nie erfahren hätte. Er hat ganz viele anschauliche Kuchen- und Balkendiagramme zur Verteilung der städtischen Ausgaben erarbeitet und veröffentlicht und damit den Bürgern mit objektiven Zahlen die Augen geöffnet.“ So müsse der SSB auch in Zukunft arbeiten, denn der Schuldenstand der Stadt Bonn werde trotz aller Bemühungen auch in Zukunft noch weiter steigen.

Er empfahl dem SSB die Konzentration auf eigene Stärken, denn schließlich sei der Sport Motor einer erfolgreichen Stadtentwicklung. Allein in Bonn sei er mit seinen 382 Vereinen (incl. der Betriebssportgemeinschaften) und den knapp 80.000 Mitgliedern die größte Mitgliedsorganisation. Und damit auch von großem wirtschaftlichen Einfluss: Bundesweit würden vier Prozent des Bruttosozialprodukts im Sport erwirtschaftet – etwa genau so viel wie in der Versicherungsbranche. „Die sportbezogenen Einnahmen des Staates übersteigen bei weitem die sportbezogenen Ausgaben. Das gilt auch für die Städte“, sagte Niessen, der sich auf eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums berief.

Über die übrigen Stärken des Sports, die zum Nutzen jeder Stadt und ihrer Bevölkerung seien, könne man ohnehin nicht hinwegsehen. Der Sport sei in der Sozial- und Gesundheitspolitik nicht wegzudenken, sei bei über 50 Prozent der Offenen Ganztagsschulen beteiligt und bei der Integrations- und Flüchtlingspolitik ein wichtiger Teil der Willkommenskultur. Und dass sich Bürger auch durch Erfolge im Spitzensport mit ihrer Stadt identifizieren (siehe beispielsweise die Basketballer der Telekom Baskets), sei auch nicht ernsthaft zu bestreiten.

Auch aus diesem Grund riet Niessen dem SSB, weiterhin selbstbewusst gegenüber den Parteien und der Stadtverwaltung aufzutreten. Vor allem hinsichtlich der vom Land gezahlten Sportpauschale in Höhe von jährlich 860.000 Euro riet er dem SSB nachzuhaken, ob sie denn auchdem Sport zugutekäme oder in allgemeinen Haushalt verschwinde. „Damit sollten auch keine Schulturnhallen saniert werden. Diese Kosten werden durch die vom Land gezahlte Schulpauschale bezuschusst.“

Nach Niessens Gastvortrag und den Vorstandsberichten arbeiteten die Delegierten angesichts der erfolgreichen Arbeit des SSB – trotz des städtischen Sparhaushalts stieg der Sportförderbetrag auf 1,3 Millionen Euro – die Tagesordnung dieser Mitgliederversammlung zügig ab. Für den Anfang des Jahres ausgeschiedenen 2. Vorsitzenden Rainer Wolff, der die auch vom SSB unterstützte Bürgerinitiative „Bonner Bürger wehren sich“ initiierte, wurde Ute Heid neu in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. In ihre Position der Breitensportbeauftragten rückt Heiko Fleck in den erweiterten Vorstand nach, der bisher beim SSB die Arbeitsgemeinschaft Fußball mit großem Erfolg leitete.

In Gedenken an seine Ehrenvorsitzende Hannelore Kendziora, die im Januar im Alter von 90 Jahren verstorben war, verlieh der SSB erstmals den Hannelore-Kendziora-Ehrenpreis. Er soll künftig jährlich an einen Sportler gehen, der sich in besonderem Maße im Jugendsport engagiert. Erster Preisträger ist Francisco Lahora vom 1. FC Bonn 06. „Wer als Jugendlicher jedes Jahr mehr als 100 Fußballspiele in der Kreisliga und den Jugendklassen pfeift, wer gleichzeitig eine Jugendmannschat trainiert und im Fußballkreis den gesamten Spielbetreib der Mädchenmannschaften organisiert und zudem als Jugendvertreter in den Verbandsgremien sitzt, hat diesen Preis in hohem Maße verdient“, lobte Michael Scharf den 19-Jährigen.

SSB: Außerordentliche Mitgliederversammlung

SSB Logo

Pressemitteilung des Stadtsportbundes Bonn vom 08.01.2015

[wpfilebase tag=file id=189 tpl=filebrowser /]

SSB-Vorstand will neue Bürgerinitiative unterstützen
Außerordentliche Mitgliederversammlung soll über die Einführung einer hauptamtlichen Geschäftsführung beschließen

Der Stadtsportbund Bonn (SSB) lädt zu seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag, 12. Januar, um 19 Uhr beim Bonner Tennis- und Hockey-Verein, Christian-Miesen-Str.1, 53129 Bonn, ein. Wichtigste Tagesordnungspunkte sind zwei Anträge, in denen der SSB-Vorstand den Vereinen seine dringendsten Handlungsziele darstellt und um entsprechende Unterstützung bittet.

So beantragt der Vorstand, die Bürgerinitiative „Bonner Bürger wehren sich“ zu unterstützen und dieser ggfs. beizutreten. Die kürzlich gegründete BBWS fordert die Kürzung der Luxuskultur-Ausgaben in Bonn, statt bürgernahe Dienstleistungen wegzusparen. Der SSB-Vorstand begründet seinen Antrag damit, dass er überzeugt davon ist, dass das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Stadt falsche Schwerpunkte setzt. So bleiben die Ausgaben für Luxuskultur von Sparbeiträgen zum Teil völlig verschont (die Ausgaben für das Kunstmuseum steigen sogar noch auf sieben Millionen Euro an) oder leisten nur marginale Beiträge. So muss sich das Beethovenorchester (Kosten: 8 Millionen Euro) erst bis 2024 um sechs von insgesamt 106 Musikern verkleinern. Das Theater (31 Millionen Euro) soll erst ab 2018 einen Sparbeitrag von 1,25 Millionen Euro leisten, der bis 2022 auf acht Millionen ansteigen soll. Im Sport dagegen sollen die Sparbeiträge überproportional und größtenteils sofort in voller Höhe greifen.

Von dieser falschen Schwerpunktsetzung, die einer Umverteilung von „unten“ nach „oben“ gleichkommt, sind neben dem Sport zahlreiche andere bürgernahe Dienstleistungen und
Einrichtungen betroffen, häufig zu Lasten von Kindern, Jugendlichen, Familien und sozialen Gruppen in den Stadtteilen. Das Haushaltssicherungskonzept spiegelt auch nicht die um ein Vielfaches höhere alltägliche Inanspruchnahme bürgernaher Dienstleistungen und Einrichtungen (z. B. Bäder, Sportanlagen, Stadtteilbibliotheken etc.) wider gegenüber den vergleichsweise seltenen Besuchen der Bonner Luxuskultureinrichtungen.

Der zweite Antrag hat letztlich das selbe Ziel: Es geht darum, die Arbeit des  SSB zu professionalisieren, um wirkungsvoller und nachhaltiger in der Interessenvertretung nach Außen auftreten zu können. Gerade in der jetzigen Zeit, in der vor allem die Vertreter der Luxuskultur regelmäßig alle Register ziehen, um bei ihren Einrichtungen Kürzungen zu verhindern, stößt die ehrenamtliche Tätigkeit im SSB zunehmend an ihre Grenzen. Aus diesem Grund möchte der SSB-Vorstand einen hauptamtlichen Geschäftsführer/Geschäftsführerin mit wirtschaftlicher und politischer Kompetenz anstellen. Um das zu bewerkstelligen, beantragt der Vorstand die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um ein Euro pro Mitglied pro Jahr. Diese Erhöhung soll auf drei Jahre befristet sein, da wesentliche Zielvorgabe der neuen Geschäftsführung sein wird, die Personalaufwendungen durch Akquirierung von Drittmitteln vollständig zu refinanzieren.

 

Pressemitteilung Stadtsportbund Bonn zur PSB-PM 03-2013

Am 06.05.2013 informierte der Stadtsportbund Bonn vertreten durch die Vorstandsmitglieder Heinz-Helmich van Schewick, Uli Dahl und Uschi Klein seine Mitglieder per email über seine Sicht auf die Pressemitteilung PSB 03-2013 und den Zeitungsbericht des GA vom 30.04.2013 über die 7. Vollversammlung PSB.

Pro Sportstadt Bonn ist schon seit Gründung an größtmöglicher Transparenz gelegen. Aus diesem Grund stellen wir hier allen Interessierten das Anschreiben sowie die Pressemitteilung des Stadtsportbundes zum Nachlesen und zur Meinungsbildung zur Verfügung.

Download Anschreiben [wpfilebase tag=file id=138 tpl=filebrowser /]
Download Pressemitteilung SSB [wpfilebase tag=file id=137 tpl=filebrowser /]
Download Artikel GA [wpfilebase tag=file id=139 tpl=filebrowser /] (leider nicht online)

Über die Fortschritte in der Wahrnehmung des Sports in Bonn, die Pro Sportstadt Bonn seit Gründung bereits erreicht hat, kann man auf diesem Internetauftritt nachlesen. Sicherlich einzigartig ist es, dass es Pro Sportstadt Bonn mit seinen Arbeitskreisen in den abgelaufenen eineinhalb Jahren gelungen ist, viele Bonner Vereine wieder an der Sacharbeit zu beteiligen. Es ist nur wünschenswert, wenn dieser Weg auch weiter beschritten wird.

Wir möchten Euch bitten, die Kommentarfunktion ausgiebig zu nutzen und auch Eure Sicht der Dinge hier darzulegen. Die Kommentarfunktion ist moderiert.

Mitgliederversammlung Stadtsportbund Bonn

Weiterer Erfolg für Pro Sportstadt Bonn:

Alle Anträge auf Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes verabschiedet. Dezernent Schumacher will sich für eine höhere Sportförderung und für ausreichende Mittel zur Sportstättensanierung einsetzen. Jetzt sind die Rathausfraktionen bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2013/2014 gefragt.

Zitat GA:

„Ich weiß, dass die derzeitigen 600.000 für den Bonner Sport zu wenig sind“, so Schumacher. Er räumte gleichzeitig ein, dass im Vergleich deutscher Städte die Sportförderung in Bonn mit rund 1,5 Prozent des Haushaltsvolumens am unteren Ende der Skala liege, während die Bonner Kultur mit rund sieben Prozent im oberen Bereich liege.

(Hervorhebung: PSB)

Lesen Sie den kompletten Artikel im Generalanzeiger Bonn.