Aber das Verhältnis stimmt nicht mehr

Tief beeindruckt waren viele Teilnehmer der Kundgebung von den klaren Worten Dr. Christoph Niessens, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes NRW.

Am 06.11.2012 druckte der Generalanzeiger Bonn unter der Schlagzeile „Der Sport guckt nach Bonn“ auf Seite 28 ein Gespräch von GA-Redakteur Michael Nickels mit Christoph Niessen ab (Auszug).

GA: Aber jeder weiß auch, dass die Hochkultur teurer ist als der Sport.
Niessen: Ja, das stellt auch keiner ernsthaft in Frage. Aber das Verhältnis stimmt nicht mehr. Das ist für mich der entscheidende Satz.

Seinen Redebeitrag der Kundgebung in Bonn stellte Christoph Niessen Pro Sportstadt Bonn zum Abdruck zur Verfügung, herzlichen Dank dafür ([wpfilebase tag=file id=83 tpl=filebrowser /]):

Statement Dr. Christoph Niessen,Vorsitzender der Geschäftsführung des Landessportbundes NRW bei der Demonstration „Rettet den Bonner Sport“ der Initiative Pro-Sportstadt-Bonn und des SSB Bonn am 03.11.2012

Meine Damen und Herren,
liebe Sportfreunde,

Bonn ist überall. Und deswegen ist es gut, dass Sie heute hier sind, um Ihre Forderungen an die Politik deutlich zu machen.

In Bonn steht aktuell das Missverhältnis zwischen der Förderung des Sports auf der einen Seite und der Förderung der Hochkultur auf der anderen Seite im Blickpunkt. Aber nicht nur da gibt es ein Missverhältnis. „Aber das Verhältnis stimmt nicht mehr“ weiterlesen

Änderung DEMO-Ablauf

Nach dem gestrigen 2. und letzten Koordinierungsgespräch von PSB mit der Polizei musste der Ablauf der Demonstration zeitlich wie folgt geändert werden:

  • 11.00 – 11.30 Uhr: vereinsweise Aufstellung auf der Poppelsdorfer Allee (hinter dem Bonner Hauptbahnhof)
  • 11.45 Uhr: Gemeinsamer Aufbruch zum Kundgebungsort
  • 12.45 Uhr: Eintreffen der Demo-Teilnehmer auf dem Münsterplatz und Beginn mit dem Programm
  • 12.45 – 13.00 Uhr: Musikalische Einstimmung durch den Superstar des Kölner Karnevals „Bruce Kapusta“, der diese Demo und die Initiative Pro Sportstadt Bonn kostenlos unterstützt.
  • 13.00 – 13.30 Uhr:  1.Teil der Kundgebung mit 3 Rednern:
    • * Heinz-Helmich van Schewick (1.Vorsitzender des Stadt Sportbundes Bonn)
    • * Dr. Christoph Niessen ( Vorstand des Landes-Sport-Bundes NRW)
    • * Rainer Wolff (1.Vorsitzender des Beueler Judo-Club e.V. –größter Judo-Club Deutschands-, PSB-Sprecher und Bonner Bürger)
  • 13.30 – 13.40 Uhr:  Begrüßung der Telekom Baskets
  • 13.40 – 14.00 Uhr: Musik mit der vereinseigenen Rock-Band  des Bonner THV „ROOM- SERVICE“ , die ebenfalls kostenlos auftreten und für den Bonner Verein „Sterntaler e.V.“ zu einer Spendenaktion aufrufen werden, was von  Stadt-Sport-Bund Bonn  und der Initiative PSB ausdrücklich unterstützt und befürwortet wird.
  • 14.00 – 14.20 Uhr:  Talk-Runde mit Bonner Spitzensportlern, Vereinsvorständen und Bonner Bürgern
  • 14.20 – 14.30 Uhr:  Abschlussrede durch Michael Scharf (Leiter des Olympiastützpunktes und ehem. Vorstandsvorsitzender des größten Bonner Sportvereins SSF Bonn)
  • 14.30 – 15.00 Uhr: Musikalischer Ausklang mit „ROOM- SERVICE“  und Spendenaktion für den Verein Sterntaler e.V.

Alle bisher veröffentlichten Zeiten mussten wegen des Gottesdienstes (Mittagsgebet) in der Münsterkirche leider geändert werden. In dieser Zeit dürfen auf dem Münsterplatz keine Beschallungen, die den Gottesdienst stören, vorgenommen werden. Außerdem findet bis 12 Uhr der innerstädtische Lieferverkehr statt, der dann ebenfalls nicht beeinträchtigt wird.

Wir bitten darum, die geänderten Zeiten unverzüglich allen Beteiligten weiterzugeben.

Für die Demonstration sind statt Bannern beschriftete feste weisse Schilder geeigneter. Erhältlich in jedem Baumarkt und mit Sprühdose, Klebebuchstaben oder Farbe schnell gemalt. Das ist eine kreative Aufgabe für jeden Vereinsjugendwart. Eine Spruchsammlung kann hier heruntergeladen werden ([wpfilebase tag=file id=69 tpl=filebrowser /]). Eigene Ideen sind natürlich genauso willkommen.

Sportler-DEMO in Bonn am 03. November

Am 5. Juli, wurde es in der Presse (im General Anzeiger Bonn Seite 28) veröffentlicht,

„Sportler planen Bürgerbegehren und eine Demo mit mindestens 10 000 Teilnehmern.“

Ja, wir planen eine Sportler-Demo am Samstag, den 3. November 2012 von 10.00 – ca. 13.30 Uhr. Diese Demo wird nicht in einem Sternmarsch (nach Hinweis korrigiert)

sondern vom Aufstellort an der Poppelsdorfer Allee über Hauptbahnhof, Stadthaus und Bertha-von-Suttner-Platz

auf den Münsterplatz zulaufen und mit einer Kundgebung auf dem Münsterplatz enden.

Weitere Info’s (Plakate, Flyer, todo-Liste Vereine, etc.) sowie die Einladung zu einer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 19.9.2012 um 19.00 Uhr im Clubhaus des BTHV werden in Kürze an die Vereine versendet.

Aufgrund der Wichtigkeit dieser Demo erwarten wir, dass jeder Mitgliedsverein der PSB mit der Hälfte seiner Mitglieder, d.h. z.B. bei 800 Mitgliedern gleich 400 Personen (Bekannte, Verwandte, Kinder etc.) an der Demo teilnimmt. Natürlich sollen und müssen auch alle anderen sportinteressierten Bürgerinnen und Bürger an der DEMO teilnehmen, wenn Sie Politik und Verwaltung aufrütteln soll.

Im Folgenden findet Ihr Listen zum Eintragen, die unbedingt bis zum 26. September 2012 vollständig ausgefüllt an den DEMO-Koordinator Rainer Wolff geschickt werden müssen.

Rainer Wolff – Beueler Judo-Club e.V.
Frankenweg 26 a
53225 Bonn

Email: rainer.wolff@pro-sportstadt-bonn.de
Fax: 0228-4463665
Mobil: 0172-2001515

TN-Liste mit PSB Kopf

Warum muss eine Sportler-Demo und ein Bürgerbegehren zwingend sein?

Weil die Bonner Verwaltung und insbesondere die Politiker bisher nichts, aber auch gar nichts verstanden haben, worum es der Initiative Pro Sportsstadt Bonn geht. Die Kultur wird weiterhin mit Millionen Beträgen subventioniert, Intendantenverträge für Oper und Theater auf Jahre abgeschlossen und für den Sport bleibt dann nichts mehr übrig. Das ist Fakt. Wir Sportvereine werden weiterhin von Verwaltung und Politik mit Almosen abgespeist.

Liebe Sportkollegen, liebe Vereinsvertreter, liebe Sportler, liebe Eltern unserer minderjährigen Sportler,

wenn wir als Sportvereine es jetzt, hier und heute nicht schaffen gemeinsam für mehr Anerkennung und Wertschätzung für den Sport in diesem unseren Lande sowie in dieser unserer Stadt Bonn auf die Straße zu gehen, dann haben wir auf Dauer verloren. Dann brauchen wir nie mehr den Mund aufzumachen, dass ständig die Zuschüsse gekürzt bzw. ganz gestrichen werden, die Bonner Sportstädten immer schlechter werden bis dahin, dass diese eines Tages wegen Sanierungsstau geschlossen werden müssen.

Es kann einfach nicht sein, dass für die Hochkultur (eine Minderheit im Vergleich zum Sport) in diesem, unserem Lande ca. 200 Millionen Steuergelder vom Land gezahlt werden und für den Sport lediglich ca. 31 Millionen. Die ehrenamtliche Arbeit in den Sportvereinen wird im Angesicht dieser Zahlen und den vergleichbaren Zahlen in unserer Stadt Bonn mit Almosen abgespeist. Viele Sportvereine sind finanziell fast am Ende. Und wenn der Nothaushalt kommt, wird es dem Sport in dieser Stadt noch viel schlechter gehen.

Die Hochkultur ist da fein raus, Oper, Schauspiel, Kunstmuseum und Beethovenorchester wurde ja von den verantwortlichen – und leider von uns gewählten – Politikern vertraglich abgesichert. Trotz drohendem Nothaushalt wurde erst vor kurzem ein neuer Intendantenvertrag für die Oper abgeschlossen, der die Stadt, und damit uns alle, in den nächsten 5 Jahren mit ca. 150 Millionen Euro Steuergelder belastet. Da bleibt für den Sport und die Bonner Sportvereine nur noch wenig bis gar nichts übrig!!!

Wollen wir uns das weiterhin gefallen lassen ????

Was können und müssen wir tun ?

Getreu dem Motto: „Wenn nicht jetzt wann dann,“ müssen wir jetzt noch einmal 3 Monate (ein heißer Herbst) durchstarten und das letzte aus uns und natürlich unseren Mitgliedsvereinen rausholen. D.h. jeder einzelne von uns und unseren Mitgliedsvereinen muss „Klinken putzen“ und jeden Tag alle für uns erreichbaren Menschen ansprechen, auch über die Stadtgrenze hinaus, und auf unsere Sportler-Demo, hinweisen.

Jede Oma, jeder Opa, jede Tante und jeder Onkel, jeder Bruder und jede Schwester unserer Mitglieder und alles was sonst noch zwei Beine hat, muss für diesen Tag aktiviert werden. Bereits vorhandene Termine, geplante Spieltage und Turniere müssen verlegt werden, denn von diesem Tag hängt die Zukunft des Bonner Sports und das Leben all unserer Sportvereine in Zukunft ab. Darüber hinaus alle Stadt- und Kreis-Sportbünde sowie deren Vereine aus unserer Umgebung. Denn bei dieser Demo geht es um den Sport allgemein in unserem Land NRW, d.h. auch über die Stadtgrenze Bonns hinaus. An diesem Tag müssen alle Sportler, insbesondere alle Leistungssportler, alle Vereinsfunktionäre, alle Übungsleiter und alle Trainer, alle Kinder und Jugendlichen mit deren Verwandten und Freunden auf die Straße und sich mit dem Sport identifizieren.

Wir, die Gründungsmitglieder der Initiative „Pro Sportstadt Bonn“ sind kampfbereit, Ihr auch? Bitte mach in Euren Vereinen richtig Dampf und schießt Eure Mitglieder auf diese Demo ein.

Euer PSB Sprecher

Rainer Wolff