Alle Bonner Bäder gerettet

Kurfürstenbad geflickt

„Et bliev wie et es…“

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch brachte es auf der gestrigen Ratssitzung nach der gut 2 stündigen Debatte auf den Punkt. Nein es bleibt nicht ganz, wie es ist, denn neben der mehrheitlichen Zustimmung zum dauerhaften Erhalt des Kurfürstenbades in Bad Godesberg wurde der umgehende Sanierungsbeginn des Frankenbades und anschließend des Hardtbergbades beschlossen.

Vor der Debatte wurden die Ergebnisse der Telefon-Umfrage durch Professor Georg Rudinger präsentiert. In der Debatte wurde die Diskrepanz mit der infas-Umfrage (siehe Von Wichtigkeit und Zufriedenheit) hervorgehoben.

Wichtig für den Sport ist, dass alle Bäder erhalten bleiben. Das sichert einerseits die breite Vereinslandschaft im Schwimm- und Gesundheitssport in allen Stadtbezirken und sorgt andererseits für Versorgungssicherheit im Schulschwimmen und natürlich für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Wichtig ist auch, dass nun endlich, nach Jahren des Stillstandes, die Sanierung der Bäder in Angriff genommen wird.

Freuen wir uns gemeinsam, dass der Stillstand bei den Bädern nun endlich überwunden ist.

Weitere Informationen:

GA — Stadtrat beschließt: Kurfürstenbad bleibt offen
GA — Kommentar: Alles wieder auf Anfang

Divide et Impera

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Mehrheit für Veränderungsmodell – Kurfürstenbad soll schließen

Die Bürgerbefragung zur Zukunft der Bonner Bäder ist beendet. Die telefonisch Befragten haben sich mehrheitlich für das Veränderungsmodell entschieden, das Bad Godesberger Kurfürstenbad soll dafür geschlossen werden. „Divide et Impera“ weiterlesen

Bericht zur Informationsveranstaltung zur Bäderbefragung

SC Rhenus Beuel 1

Bericht zur Informationsveranstaltung zur Bäderbefragung

27.05.2013, 19:00 Uhr, Stadthaus Bonn, Ratssaal

Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Podium:

Martin Herkt, Leiter Sport- und Bäderamt
Martin Schumacher, Kultur- und Sportdezernent
Kim Adam, Gutachterin Bädergutachten
Dirk Lahmann, Bürgerbeteiligung
Christian Rosenberg, Referent Martin Schumacher
Herr Birkner, Referent OB Nimptsch
Herr Wilhelm, Mitarbeiter Sportamt

Herr Herkt begrüsst die Anwesenden und erläutert die Abfolge der Bürgerbefragung,  bestehend aus Bürger-Information und Befragung. Das Ergebnis der Befragung kommt am 17.07.2013 in den Sportausschuss, um dann in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause im Rat einer Entscheidung zugeführt zu werden.

1. Bestandsmodell
Im Bestand saniert, Gebäudesubstanz und Technik, nur 32 Mio Euro im Haushalt verfügbar, Differenz wird durch Bädersoli von max 2.10 Euro aufgefangen

2. Veränderungsmodell
Schließung eines Hallenbades dafür Sanierung und Attraktivitätssteigerung der verbleibenden Bäder

Erste Nachfrage aus dem Auditorium: Sind Vertreter der Politik anwesend? Nein, es ist eine Informationsveranstaltung der Verwaltung.

Bädergutachterin Frau Adam fasst kurz die 4 Standorte zusammen:

Beueler Bütt: BJ 1969, kein Sanierungsstau, Energiecontracting, 85.000 Besucher, davon 50% öffentlich
Frankenbad: BJ 1963, 2 x 25 Meter Becken, großer Sanierungsstau von 16 Mio. Euro, Denkmalschutz, 100.000 Besucher, davon 50% öffentlich
Hardtbergbad: BJ 1970 (Halle), 1982 (Freibad), Sanierungsstau 11 Mio. Euro, günstig betreibbar, 137.500 Besucher inkl Freibad, davon 66% öffentlich
Kurfürstenbad: BJ 1964, nur Sportschwimmbecken, Sauna, 10 Mio. Euro Sanierungsstau, 65.000 Besucher, davon 50% öffentlich

Herr Lahmann erläutert die Befragung. Beginn der telefonischen Befragung am 10.06.2013, Abschluß Anfang Juli, geplant sind 12 bis 15 Tausend Anrufe.

Anschließend wurde die Fragerunde eröffnet, Herr Herkt übernimmt die Moderation. Fragen wurden zu unterschiedlichen Gebieten gestellt, die hier gebündelt dargestellt werden. Fragen/Meinungen sind fettgedruckt. Antworten kursiv. Am unteren Ende der Seite können Meinungen und Kommentare hinterlassen werden.

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[toggle title=“Themengebiet Befragung“ start=“open“]

Themengebiet Befragung

Wie werden die zahlreichen Studenten, die häufig keinen eigenen Hausstand haben, mit einbezogen?
Es ist eine repräsentative Befragung. In der Zufallsstichprobe wird die Bevölkerung Bonns abgebildet, dabei sind Studenten ihrem Anteil nach enthalten.

Wird der örtliche Lebensmittelpunkt in die Befragung einbezogen und wenn ja, wie?
Der örtliche Lebensmittelpunkt spiegelt sich nur im Anteil der Bevölkerung pro Stadtbezirk wider, eine weitere Differenzierung wird nicht vorgenommen.

Zirka 40% der Bevölkerung nutzt überhaupt kein Schwimmbad, wie werden Schulen und Vereine als Hauptnutzer in die Befragung einbezogen?
Die Befragung ist repräsentativ. Es dürfen alle Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilnehmen, wie bei der Bundestagswahl. Schulen und Vereine werden nicht speziell abgefragt, sondern sind ebenfalls über die Stichprobe abgebildet.

Wird gefragt, welches Bad geschlossen werden soll? Welche Fragen werden gestellt? Wird das nochmal der Politik vorgelegt?
Es wird gefragt, für welches Modell der Befragte stimmt, bei Veränderungsmodell wird weitergefragt, welches Bad geschlossen werden soll. Die Erarbeitung der Fragestellung (Befragungsmethodik), die Durchführung und die Zusammenzählung der Mehrheiten wird an einen externen Dienstleister abgegeben, der auch für die Validität der Befragung verantwortlich ist. Die Methodik wird am 06.06.2013 im Bürgerausschuß vorgestellt und in einem Freetest mit 100 Personen geprüft, bevor die Befragung startet.

Wo steht, dass die Befragung telefonisch und nicht z.B. per Brief durchgeführt werden soll, da das aus den bereitgestellten politischen Drucksachen nicht hervorgeht?
Das wurde durch die Politik beschlossen. Genaue Auskunft, in welchem Ausschuß, das beschlossen wurde, konnte nicht erteilt werden. Man war sich recht sicher, dass das in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda und des Sportausschusses am 21.03.2013 beschlossen wurde, blieb den Beweis aber bis zum Ende der Veranstaltung schuldig.

Welche Auswirkungen hat die Nichtberücksichtigung von Bürgern ohne Telefonanschluss bzw nur mit Mobilanschluß auf die Qualität der Befragung und die Ergebnisse?
Das hat keine Auswirkungen auf die Befragung und die Ergebnisse. Alle Meinungsforschungsinstitute machen das so. Das wird in der Berechnung der Ergebnisse berücksichtigt. Ein Institut führt aber zukünftig auch die Befragung von Mobilanschlüssen durch.

Was kostet die Befragung?
Die Umfrage kostet 30.000 Euro.

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[toggle title=“Themengebiet Soli-Beitrag/Kosten/Preisgestaltung“]

Themengebiet Soli-Beitrag/Kosten/Preisgestaltung

Wie spiegelt sich die Veränderung der Besucherzahlen in der Preiserhöhung wider?
Ein Besucherrückgang durch die Preiserhöhung ist im Soli eingepreist. Fällt der Besucherrückgang geringer aus, dann wird auch der Soli geringer.

Der Soli ist Gebührenerhohung und sollte genauso ausgewiesen werden.

Sind die Kosten des Rückbaus der Halle in den Kalkulationen enthalten?
Darüber kann erst im Anschluß an die Befragung nach Kenntnis des Ergebnisses beraten werden.

Was passiert mit einem geschlossenen Bad? Ist Soli-Reduzierung durch Badverkauf möglich (Beispiel Viktoriabad)?
Der Standort würde sehr wahrscheinlich verwertet werden. Die Überlegung den Erlös zur Minderung des Solis zu verwenden richtig und korrekt.

Was soll diese unflexible Preisgestaltung, selber Preis für 1h bzw. ganzer Tag? Warum werden Bäder in den Ferien geschlossen, wo mit verstärkter Nachfrage zu rechnen ist?
Die Struktur wird überarbeitet. Ansätze der intelligenten Belegung der Bahnen werden besprochen werden. Das wird alles im Anschluß an diese Grundsatzentscheidung diskutiert.

Welche Aussagen können zu Deckungsbeitrag im Vergleich Sauna/Schwimmhallen gemacht werden?
In wenigen Fällen ist eine Überdeckung im Saunabetrieb möglich. Dafür muss aber alles stimmen, Umfeld etc. Sauna ist nicht automatisch ein Geldbringer.

Fragen zur Kostenstruktur, wie sehen die Kosten aus?
Kosten sind sehr hoch, der Gebäudestruktur geschuldet.

Wieviel Puffer ist in den Finanz-Berechnungen und Kostenanalyse (Stichwort BER, WCCB)? Wie ist das in den Berechnungen enthalten?
Verweis auf diverse Gutachten, in denen die Kosten aufgeschlüsselt sind.

Warum muss Gastronomie verpachtet werden? Erlöse durch Eigenbewirtschaftung wären höher.
In Bonn: Sachzwang. Änderung der Rechtsform wäre nur ein Aspekt.

Bäder-Soli, ist das ein durchschnittlicher Zuschlag, also mal höher und mal niedriger? Gibt es da konkrete Berechnungen?
Es gibt keine konkreten Berechnungen. Der finanzielle Fehlbetrag wurde auf die Besucher umgelegt.

Müsste der Soli nicht zeitlich befristet sein?
Ist auf 20 Jahre angelegt.

Wie wird der Soli auf die Preise aufgerechnet?
Der Soli wird linear auf den Preis aufgeschlagen. Also jede Karte plus 2,10 Euro.

Wie hoch ist der Einzeleintritt für den Vollzahler?
Kein Ticket kann höher als 6,10 sein. Deshalb ist auch der Name Soli gewählt worden.

Gibt es eine soziale Komponente für den Soli?
Soziale Komponente würde für Soli nicht gelten.

Senkung der Energiekosten durch Absenkung der Wasser-Temperatur möglich?
Hinweis auf andere Städte, wo das schief gegangen ist, und die Bürger nicht mehr ins Bad gegangen sind.

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[toggle title=“Themengebiet Nachfrage/Nutzung/Attraktivität“]

Themengebiet Nachfrage/Nutzung/Attraktivität

Wie sollen die Bäder attraktiver gemacht werden, welche Maßnahmen muss man sich vorstellen?
Keine Veränderungen zum Spaßbad sondern Qualität der Bäder enorm verbessern. Beispiel Frankenbad, die Wannen- und Brausebäder haben sich überlebt, das kann durch Umnutzung (Sauna, Fitness, Gesundheit) attraktiviert werden.

Wie sieht es mit der Nachfragegerechtigkeit aus?
Bäder sind letzlich Funktionserfüller.  Über 50% für Öffentlichkeit.

Alternde Gesellschaft, wie wird der Bedarf dahingehend abgedeckt?
Bonn ist glücklicherweise vergleichweise jung, sodass das kein vordringliche Maßnahme ist.

Welche Auswirkungen hätte eine Badschließung auf Schwimmunterricht und Vereinsschwimmen? Diese Informationen sind wichtig für eine objektive Entscheidung für ein Modell.
Das könnte, wenn überhaupt, nur sehr theoretisch beschrieben werden. Man weiss nicht, wie die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, es wäre Reden über ungelegte Eier. Im Anschluß an die Befragung, wenn feststeht ob und welches Bad geschlossen wird, werden die Schulen und Verein über die Veränderungen informiert. Im Übrigen müsse für die Zeit der Sanierung sowieso eine regelung gefunden werden.

Bewegung der Sportschwimmer nach Bonn, Bewegung Wellness/Spaßbad von Bonn weg? Ist das berücksichtigt worden?
Nein, in der Befragung geht es auschließlich um Bonner Belange.

Kann man die Hallenbäder nicht ganzjährig öffnen?
Im Idealfall werden Kombibädern betrieben. Die Stadt kann das personell nicht leisten, deshalb sind nach Öffnung der Freibäder die Hallenbäder geschlossen.

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[toggle title=“Themengebiet Verschiedenes/Meinungen“]

Themengebiet Verschiedenes/Meinungen

Werkstatt Baukultur: Der Innenhof des Frankenbades als gestaltete Grünfläche darf nicht zur Disposition stehen! Durch eine mit nur geringen Kosten verbundene Aufwertung des Innenhofes (Reparatur Brunnen, Pflanzmaßnahmen) kann der Innenhof wieder attraktiv gemacht werden. Man lädt ein zu einer kunsthistorischen Führung durch das Frankenbad.

Der Vorschlag der SSF die Beueler Bütt zu übernehmen liegt seit Monaten der Verwaltung vor. Dadurch könnte die Stadt jährlich 100.000 Euro einsparen, was ebenfalls den Soli-Beitrag verringern würde.

Gibt es Erfahrungen aus anderen Städten mit einer Bürgerbefragung im Bäderbereich?
Noch keine Erfahrung mit Bürgerbefragung, bislang hatte keine Stadtverwaltung den Mut, eine Bürgerbefragung durchzuführen.

Ist der Bäderbereich der einzige Bereich der durch Schließungen und Solidaritätsbeiträge zur Entlastung der Stadtkasse beitragen soll?
Verweis auf Politik.

Welchen Wert misst der Rat bei seiner Entscheidung dem Ergebnis der Befragung bei?
Keine genaue Aussage möglich. Der Rat wird auf Grundlage des Befragungsergebnisses entscheiden. Wie der Rat das Ergebnis bewertet und wichtet, kann nicht gesagt werden.

Vertreter Kinderschutzbund: Beide Modelle sind schlimm. Wie sollen die Kinder schwimmen lernen, wenn man Bäder schließt? Wie wie will die Stadt ihrem Bildungsauftrag nachkommen? Wie sollen Familien mit dem 2,10 Euro Soli-Beitrag zurecht kommen? Das ist ein soziales Problem ein Kinderbildungsproblem. Beide Modelle sind sehr schlecht.

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Viele Fragen wurden beantwortet, einige Antworten blieb die Verwaltung schuldig. Gerade die Auswirkungen einer Schwimmbadschließung auf Schulen, Vereine und Öffentlichkeit fehlen in den Aufstellungen. Diese sind zur objektiven Meinungsbildung aber unerlässlich. Das eine soziale Komponente beim „Soli-Beitrag“ sowie eine Preisstaffel fehlt, kann nur ein schlechter Scherz sein. Das gerade unsere Kinder in Zukunft über 100% mehr bezahlen sollen, ist nicht mehr zu verstehen.

Verwaltung und Politik können hier aber nachbessern, wie es im Verfahren zur Bürgerbeteiligung vorgesehen ist.

Die Politik muss nun zeigen, dass sie es mit der Bürgerbeteiligung auch wirklich ernst meint und auch andere Bereiche zur Disposition und Befragung stellen.

Weitere Informationen zur den Bädern aus den Vereinen finden Sie unter dem folgenden Link:

[button color=“blue“ full_width=“on“ href=“http://www.pro-sportstadt-bonn.de/bonner-bader/“ target=“_self“]Vereins-Informationen zu den Bonner Bädern[/button]

Information zur Bäderbefragung

Die Stadt Bonn hat Informationen zur Bäderbefragung auf Ihren Internetseiten bereitgestellt. Eine Informationsveranstaltung findet am Montag, 27. Mai, ab 19 Uhr im Stadthaus statt. Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier verfügbar Bericht zur Informationsveranstaltung zur Bäderbefragung.

[button color=“blue“ href=“http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/baeder/buergerinfo_baederlandschaft/index.html?lang=de“ target=“_blank“]Link zum Informationsangebot der Stadt Bonn zur Bäderbefragung[/button]

Außerdem können dort inhaltliche Fragen gestellt und Kommentare angegeben werden.

[button color=“blue“ href=“http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/baeder/buergerinfo_baederlandschaft/index.html?lang=de#sbkommentarges“ target=“_blank“]Zu den Fragen oder Kommentaren auf den Seiten der Stadt Bonn[/button]

Der AK Schwimmen der PSB hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtschwimmverband die eigene Bewertung in einem Papier zusammengefasst ([wpfilebase tag=file id=141 tpl=filebrowser /] – [wpfilebase tag=file id=142 tpl=filebrowser /]).

Hier kurz die Hauptpunkte des Papiers

  1. Obwohl die Bäder nach der Sanierung in einem deutlich besseren Zustand sein werden, wurde von der Verwaltung ein Besucherrückgang von 20 % in die Berechnung des Solis einbezogen. Die Höchstgrenze wurde auf 2,10 € festgelegt.
  2. Da die Investitionskosten der Bäder sehr unterschiedlich sind, ergeben sich für das Veränderungsmodell je nach Szenario  gravierende Unterschiede in den Sanierungskosten. Hierbei sind die sehr wahrscheinlich nicht unerheblichen Rückbaukosten noch nicht berücksichtigt.
  3. Weder für das Bestandsmodell noch für die Veränderungsmodelle wurden von der Stadt Bonn Angaben über die Art und Weise der Sanierung und Modernisierung der Bäder gemacht. Daher können auch keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Beträge getroffen werden.

Pro Sportstadt Bonn und der Stadtschwimmverband halten die geplante Bürgerbefragung für einen erfolgversprechenden Weg, um einen dauerhaft tragfähigen politischen Beschluss zur Sanierung der Bonner Bäder bis Ende 2013 zu erhalten. Man erwartet aber, dass nach Abschluss der Bürgerbefragung unverzüglich mit der Sanierung der Bäder begonnen wird und alle Bonner Bäder saniert werden.

Inhaltlich sprechen wir uns für das Bestandsmodell aus:

  1. Bei weiterer Einschränkung von Wasserfläche kann ein regelmäßiges Schulschwimmen nicht mehr für alle Schulen garantiert werden.
  2. Besonders für Ältere und Menschen mit Behinderung sind ortsnahe Schwimmbäder oftmals die einzige Möglichkeit Sport zu treiben.
  3. Schwimmvereine haben viele soziale Aufgaben übernommen. Durch Badschließungen sind sie in ihrer Existenz gefährdet.
  4. Das Angebot von Schwimmkursen würde reduziert und die Rate der Nichtschwimmer wird steigen.
  5. Die Hallenbäder sind ein fester Bestandteil des Sozialgefüges in den Stadtteilen.
  6. Das Veränderungsmodell stellt eine weitere strukturelle Benachteiligung des Sports in Bonn dar.

Wir halten den „Bäder-Soli“ für eine ungerechtfertigte Erhöhung der Eintrittspreise, da sowohl die Politik wie auch die Verwaltung bisher auf keine Einsparmöglichkeit durch die Schwimmvereine eingegangen sind.

  1. Angebot der SSF Bonn die Beueler Bütt zu übernehmen und damit jährlich 100.000 € einzusparen.
  2. Moderate Kürzung der städtischen Zuschüsse für die Schwimmkurse der Vereine
  3. Senkung der städt. Personalkosten durch eigenverantwortliche Nutzung der Bäder durch die Vereine.
  4. Ausarbeitung eines realistischen Badbelegungsplans, Identifizierung von freien Flächen zur ggf. Nutzung der Öffentlichkeit.
  5. Nach Öffnung der Freibäder zeitlich befristete Übernahme eines Hallenbades durch einen oder mehrere Vereine, um so das Schulschwimmen zu gewährleisten und auch der Öffentlichkeit ein zusätzliches Angebot zu machen.
  6. Gestaffelte Eintrittspreise für die Öffentlichkeit
  7. Energetische Sanierung der Bäder, um durch alternative Energiegewinnung die anfallenden Energiekosten möglichst gering zu halten.

Stimmen Sie für einen Erhalt der Bonner Bäder (Bestandsmodell) und eine zügige Sanierung!

Wir bitten auch um Fragen bzw. Kommentare. Diese werden hier zeitnah beantwortet.

Stellungnahme PSB und SSV zur Bürgerbeteiligung

In einer gemeinsamen Erklärung beziehen der StadtSchwimmVerband Bonn und die Initiative Pro Sportstadt Bonn zur geplanten Bürgerbeteiligung „Zukunft der Bonner Bäderlandschaft“ Stellung.

In 9 Punkten wird die Meinung der Schwimmsporttreibenden Vereine und PSB zusammengefasst.

  1. PSB und SSV halten die geplante Bürgerbeteiligung für einen erfolgsversprechenden Weg, um zu einem dauerhaft tragfähigen politischen Beschluss zur Sanierung der Bonner Bäderlandschaft zu kommen, der auch konsequent umgesetzt wird.

  2. PSB und SSV halten das von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Verfahren zur Bürgerbeteiligung für einen brauchbaren Vorschlag.

  3. PSB und SSV fordern ein klares Bekenntnis der politischen Parteien, dass die insgesamt avisierten 32 Mio. € für die Sanierung der Bonner Hallenbäder zur Verfügung stehen, auch wenn dieser Betrag aus haushaltstechnischen Gründen nicht vollständig in der mittelfristigen Haushaltsfinanzplanung enthalten ist.

  4. PSB und SSV sprechen sich inhaltlich für das Bestandsmodell aus. „Stellungnahme PSB und SSV zur Bürgerbeteiligung“ weiterlesen