Sportplatzsanierungen: Es geht voran!

AK Fußball

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes und der Sitzung des Sportausschusses nächste Woche hat der AK Fußball des SSB einige gute Neuigkeiten zu vermelden.

Das wird in einem Schreiben des AK-Leiters Heiko Fleck an die Vereine deutlich ([wpfilebase tag=file id=171 tpl=filebrowser /]).

Auszug aus dem Schreiben:

Anmerken kann und muß man aber, daß die nun beschlossenen Maßnahmen größtenteils außerhalb einer transparenten Prioritätenliste und eines Gesamtkonzeptes umgesetzt werden und somit auf den ersten Blick als ungerecht beurteilt werden könnten. Damit nun aber durch diese Beschlüsse nicht wieder Neid und Mißgunst bei den nicht berücksichtigten Vereinen ausbricht, möchte ich Ihnen die Details dazu im Folgenden erläutern und aufzeigen, daß der Fußball in Bonn schlußendlich profitiert und die weitere Abarbeitung der noch offenen Anlagen dadurch aller Voraussicht nach nicht gehemmt wird. Ich denke und hoffe, hierdurch werden alle Vereine in der Lage sein bei objektiver Betrachtung den Maßnahmen etwas Positives abzugewinnen und diesen wohlwollend gegenüberzustehen.

Im Einzelnen handelt es sich um die Platzanlagen (Auszug aus dem Schreiben)

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[toggle title=“F.-A.-Schmidt-Platz“]Zusätzlich zu den bereits in 2013 für die Sanierung des F.-A.-Schmidt-Platzes beschlossenen Geldern soll Hertha Bonn nun einen weiteren Zuschuß zur Platzsanierung erhalten (Beschluß-vorlage Sportausschußsitzung am 09.04.), damit die Anlage möglichst noch in 2014 saniert werden kann. In Verbindung mit den erheblichen Eigenmitteln ist der Verein zuversichtlich die Maßnahme nun stemmen zu können, auch wenn es noch einigen Klärungsbedarf in Bezug auf die vertragliche Gestaltung und Details bei der Umsetzung gibt.[/toggle]

[toggle title=“Kunstrasensanierungen aus „alter“ Prioritätenliste (Oberkassel und Josefshöhe)“]

Aus der in 2009 beschlossenen Prioritätenliste sind zwei Platzanlagen übrig gewesen (Oberkassel und Josefshöhe). Die Sanierung dieser Plätze wurde in 2013 nochmals durch den Rat bestätigt. Der Umbau in Oberkassel ist auf den Weg gebracht und wird in diesem Sommer abgeschlossen.
Die Anlage an der Josefshöhe ist für 2015 geplant, allerdings wird hier einerseits ein Umbau von gleich zwei Plätzen (mit Drehung der Plätze um 90°) diskutiert und andererseits gibt es bei dem Untergrund der Platzanlage (Altlasten) momentan noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Wir sind aber zuversichtlich, daß die Anlage kurzfristig angepackt wird, da alleine schon aufgrund der Planungen im Rahmen der Maßnahme Sportpark Nord 2020 größere Etatposten für die nächsten Jahren im Haushalt festgehalten wurden sowie der politische Wille hier etwas zu bewegen nach wie vor deutlich vorhanden ist.[/toggle]

[toggle title=“Kunstrasensanierung Lessenich (Sonderfall Pflegekostenzuschuß)“]Auch die Planungen zum Umbau des Tennenplatzes in Lessenich schreiten nun zügig voran. Da die Ausschreibung in Kürze rausgeht und auch die hier etwas komplexere Thematik der Erbpachtbestellung demnächst geregelt sein wird, können wir von der Durchführung der Kunstrasensanierung in 2014 ausgehen.[/toggle]

[toggle title=“Weitere Sanierungen in Kunstrasen (Beuel und Endenich)“]Zusätzlich zu den o.g. Anlagen, die schon länger beschlossen waren, sollen nun in 2014 auch noch die Sportanlagen in Beuel (Franz-Elbern-Stadion) sowie in Endenich saniert bzw. in Kunstrasen umgebaut werden.
Die Maßnahme in Beuel läuft dabei über den schon langfristig bereitgestellten Etatposten für die Sanierung des Stadions. Für den Umbau in Endenich werden zurückbehaltene Gelder aus der schon in 2012 vorgesehenen Sanierung des Tennenplatz verwendet sowie weitere Etatreste aus 2013.
Beide Sanierungen muß man daher gegenüber den anderen, noch wartenden Platzanlagen in Bezug auf die jährlich zur Verfügung stehenden Gelder als neutral betrachten. Mit anderen Worten: Wir bekommen hier zwei zusätzliche Kunstrasenplätze, deren Umbau nicht die weitere Abarbeitung einer Prioritätenlistehemmen wird. [/toggle]

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[notice title=“Fazit“]Wird dies alles tatsächlich so beschlossen und umgesetzt, kann sich Bonn kurzfristig über einen wieder vollflächig bespielbaren F.-A-Schmidt-Platz und weitere fünf Kunstrasenspielfelder freuen. [/notice]
Auszug aus dem Schreiben:

Unser Augenmerk muß sich in den nächsten Monaten nach der Kommunalwahl einerseits auf die Absicherung des Etatpostens „Pauschale Sportstätten“ (700.000) für den Doppelhaushalt 2015/2016 sowie auf die Überarbeitung unseres Konzeptes zur schnelleren Sanierung weitere Kunstrasenplätze (Beschluß des AK Fußball) richten. Gelingt uns dies, können wir auch ab 2015 mit weiteren Kunstrasensanierungen rechnen. Die diesbezüglichen Gespräche laufen zumindest mit der Sportverwaltung sehr positiv.

Kommentar Pro Sportstadt Bonn:

Zusätzlich zur guten Zusammenarbeit zwischen Stadtsportbund und Sportverwaltung und zur guten Zusammenarbeit der Vereine mit der Sportverwaltung muss in Zukunft die Bonner Politik mehr als bisher beitragen. Wünschenswert wäre es, wenn die folgenden Platzsanierungen mittels abgestimmter Prioritätenliste und im Rahmen eines Gesamtkonzeptes ablaufen. Die Vereine sind in zunehmendem Maße bereit, die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Das erfordert aber Verlässlichkeit, auch die der Politik!

Von Solidarität und Sanierungsprojekten

AK Fußball

Am 12.11.2013 fand eine Versammlung der im Stadtsportbund Bonn (SSB) organisierten Fußballvereine statt. Versammlungsort war das Clubheim des BTHV am Rande der Sportanlage Wasserland in Bonn-Dottendorf.

Eingeladen hatte Heiko Fleck, Leiter des Arbeitskreises Fußball im SSB, um die Vereine über den aktuellen Sachstand zu informieren, mit den Vereinen dringende Themen des Bonner Fußballs zu diskutieren und für Solidarität innerhalb der Bonner Fußballgemeinschaft zu werben.

Die Begrüßung der Vereinsvertreter übernahm der SSB-Vorsitzende Michael Scharf, der darauf hinwies, dass zum ersten Mal eine solche Versammlung innerhalb des SSB stattfindet und damit auch die Arbeit des Arbeitskreises Fußball der PSB im SSB fortgesetzt wird.

Bereits der 1. Tagesordnungspunkt hatte es in sich. Die versammelten Vereinsvertreter erklären ihre Solidarität und Unterstützung für die ortsansässigen Vereine des F.-A.-Schmidt-Platzes in Bonn-Dottendorf in einer gemeinsamen Solidaritätserklärung ([wpfilebase tag=file id=167 tpl=filebrowser /] ). Sanierung des Platzes bzw. eine ortsnahe Neuanlage soll innerhalb der Sportplatzsanierungen priorisiert werden. Viele Wortmeldungen zum Thema griffen den allgemein schlechten Zustand vieler unsanierter Bonner Sportanlagen auf und es wurde deutlich, dass es „jeden treffen könnte“. Gemeint ist, dass jeder Verein betroffen sein könnte, wenn die Heimstätte plötzlich aufgrund des schlechten Platzzustandes gesperrt würde. Deshalb sollte jetzt und auch in Zukunft Solidarität innerhalb der Fußballgemeinschaft gelebt werden.

Im zweiten Tagesordnungspunkt wurden die aktuellen politischen Beschlüsse und Verwaltungsvorlagen erläutert. Der Vorstoß der Politik, die Bezirkssportanlagen bevorzugt zu betrachten, wurde von den Vereinen gebilligt, sofern davon die Abarbeitung der Prioritätenliste nicht gebremst wird.

In TOP 3 stellten Heiko Fleck und SSB-Schatzmeister Achim Dehnen ein neues Konzept zur Kunstrasensanierung vor. Dabei könnten Vereine ihre Position auf der Prioritätenliste verbessern, wenn sie die Vorfinanzierung der Maßnahme übernehmen. (siehe auch Sanierungsmodell für Sportplätze vorgestellt/)

[toggle title=“Das Konzept im Einzelnen“]Vorgespräche mit der Sparkasse KölnBonn, der Verwaltung und der Politik haben stattgefunden. Dieses Zusammenspiel zwischen Verein, Stadt und Finanzinstitut sieht im Einzelnen vor:

  • Verein erhält ein tilgungsfreies Darlehen von einem Finanzinstitut zum Platzumbau
  • Stadt sichert das Darlehen ab
  • Die Laufzeit des Darlehens beginnt mit der Auszahlung der Summe und läuft bis zum nach der Prioritätenliste vorgesehenen Termin der Platzsanierung
  • Der Verein zahlt in dieser Zeit die Zinsen
  • Die Stadt tilgt am Ende der Laufzeit das Darlehen
  • Die Stadt bleibt Eigentümer des Platzes
  • Der Vereine tritt als Bauherr auf (Vertrag mit Stadt)
  • Die Vorverlagerung der Sanierung ist damit für die Stadt kostenneutral
  • Möglichkeit, pro Jahr drei bis vier Plätze zu sanieren
  • Kostenersparnis durch privaten Bauherren und der Möglichkeit, die Aufträge zusammenzufassen
  • Möglicher Vorsteuerabzug für die Vereine[/toggle]

Ein Vereinsvertreter sprach von der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises, die mit diesem Konzept gelänge. Aus diesem Konzept, einer gemeinsamen Entscheidung des Bonner Fussballs, resultiert aber auch eine Entlastung der Stadt sowohl finanzieller als auch zeitlicher Art und eine Entlastung der Politik, die sich auf diese Entscheidung des Bonner Sports stützen und verlassen kann.

Ein Problem, was natürlich noch zu Verzögerungen beitragen könnt, ist die neu aufzustellende Prioritätenliste, Thema des Tagesordnungspunktes 4. In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass eine Neuaufstellung der Liste unter Einbezug womöglich neuer Kriterien die Sanierungen unverhältnismäßig verschieben würden. Die Vereine halten außerdem den 2009 von Prof. Lutz Thieme vorgestellten Kriterienkatalog für nachvollzieh- und damit anwendbar. Die Vereine entscheiden sich mehrheitlich für eine zügige Abarbeitung der Prioritätenliste der Verwaltung vom Sommer 2013. Das bedingt natürlich, dass die geplanten Gelder auch tatsächlich von der Politik für die Laufzeit der Prioritätenliste vertraglich festgesetzt werden müssen. Auch hier wird durch das gemeinsame Handeln und den Beschluss der Bonner Fußballvereine die Verwaltung und die Politik entlastet und eine zügige Fortsetzung der Platzsanierung ermöglicht.

Im Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ regte ein Vereinsvertreter an, das Vereine durch Übernahme von Pflegemaßnahmen an Plätzen, die Stadtverwaltung ebenfalls entlasten können. Darüber kann dann eventuell das „Modell Lessenich“ Aufschluß geben.

  • Fazit

Die im AK Fußball des PSB begonnene Arbeit wird im Stadtsportbund Bonn konsequent fortgesetzt. Die Bonner Vereine sind sich ihrer Mitwirkungsrechte und -pflichten bewusst und bereit, aktiv an der Weiterentwicklung des Bonner Sports zu arbeiten. In Zeiten von knappen Haushalten ist auch die finanzielle Entlastung der Stadt wichtig. Durch das gemeinsame Handeln der Vereine und die Einigung auf schlaue Lösungen wird aber auch der Druck von den politischen Entscheidungsträgern genommen.

Mit diesen Beschlüssen legt der Bonner Sport einen wichtigen Grundstein für eine hoffnungsvolle Entwicklung des Bonner Sports nicht nur im Bereich Fussball.

Downloads

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Alle Bonner Bäder gerettet

Kurfürstenbad geflickt

„Et bliev wie et es…“

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch brachte es auf der gestrigen Ratssitzung nach der gut 2 stündigen Debatte auf den Punkt. Nein es bleibt nicht ganz, wie es ist, denn neben der mehrheitlichen Zustimmung zum dauerhaften Erhalt des Kurfürstenbades in Bad Godesberg wurde der umgehende Sanierungsbeginn des Frankenbades und anschließend des Hardtbergbades beschlossen.

Vor der Debatte wurden die Ergebnisse der Telefon-Umfrage durch Professor Georg Rudinger präsentiert. In der Debatte wurde die Diskrepanz mit der infas-Umfrage (siehe Von Wichtigkeit und Zufriedenheit) hervorgehoben.

Wichtig für den Sport ist, dass alle Bäder erhalten bleiben. Das sichert einerseits die breite Vereinslandschaft im Schwimm- und Gesundheitssport in allen Stadtbezirken und sorgt andererseits für Versorgungssicherheit im Schulschwimmen und natürlich für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Wichtig ist auch, dass nun endlich, nach Jahren des Stillstandes, die Sanierung der Bäder in Angriff genommen wird.

Freuen wir uns gemeinsam, dass der Stillstand bei den Bädern nun endlich überwunden ist.

Weitere Informationen:

GA — Stadtrat beschließt: Kurfürstenbad bleibt offen
GA — Kommentar: Alles wieder auf Anfang

Divide et Impera

kurfürstenbad_riss1
Mehrheit für Veränderungsmodell – Kurfürstenbad soll schließen

Die Bürgerbefragung zur Zukunft der Bonner Bäder ist beendet. Die telefonisch Befragten haben sich mehrheitlich für das Veränderungsmodell entschieden, das Bad Godesberger Kurfürstenbad soll dafür geschlossen werden. „Divide et Impera“ weiterlesen

Bericht zur Informationsveranstaltung zur Bäderbefragung

SC Rhenus Beuel 1

Bericht zur Informationsveranstaltung zur Bäderbefragung

27.05.2013, 19:00 Uhr, Stadthaus Bonn, Ratssaal

Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Podium:

Martin Herkt, Leiter Sport- und Bäderamt
Martin Schumacher, Kultur- und Sportdezernent
Kim Adam, Gutachterin Bädergutachten
Dirk Lahmann, Bürgerbeteiligung
Christian Rosenberg, Referent Martin Schumacher
Herr Birkner, Referent OB Nimptsch
Herr Wilhelm, Mitarbeiter Sportamt

Herr Herkt begrüsst die Anwesenden und erläutert die Abfolge der Bürgerbefragung,  bestehend aus Bürger-Information und Befragung. Das Ergebnis der Befragung kommt am 17.07.2013 in den Sportausschuss, um dann in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause im Rat einer Entscheidung zugeführt zu werden.

1. Bestandsmodell
Im Bestand saniert, Gebäudesubstanz und Technik, nur 32 Mio Euro im Haushalt verfügbar, Differenz wird durch Bädersoli von max 2.10 Euro aufgefangen

2. Veränderungsmodell
Schließung eines Hallenbades dafür Sanierung und Attraktivitätssteigerung der verbleibenden Bäder

Erste Nachfrage aus dem Auditorium: Sind Vertreter der Politik anwesend? Nein, es ist eine Informationsveranstaltung der Verwaltung.

Bädergutachterin Frau Adam fasst kurz die 4 Standorte zusammen:

Beueler Bütt: BJ 1969, kein Sanierungsstau, Energiecontracting, 85.000 Besucher, davon 50% öffentlich
Frankenbad: BJ 1963, 2 x 25 Meter Becken, großer Sanierungsstau von 16 Mio. Euro, Denkmalschutz, 100.000 Besucher, davon 50% öffentlich
Hardtbergbad: BJ 1970 (Halle), 1982 (Freibad), Sanierungsstau 11 Mio. Euro, günstig betreibbar, 137.500 Besucher inkl Freibad, davon 66% öffentlich
Kurfürstenbad: BJ 1964, nur Sportschwimmbecken, Sauna, 10 Mio. Euro Sanierungsstau, 65.000 Besucher, davon 50% öffentlich

Herr Lahmann erläutert die Befragung. Beginn der telefonischen Befragung am 10.06.2013, Abschluß Anfang Juli, geplant sind 12 bis 15 Tausend Anrufe.

Anschließend wurde die Fragerunde eröffnet, Herr Herkt übernimmt die Moderation. Fragen wurden zu unterschiedlichen Gebieten gestellt, die hier gebündelt dargestellt werden. Fragen/Meinungen sind fettgedruckt. Antworten kursiv. Am unteren Ende der Seite können Meinungen und Kommentare hinterlassen werden.

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[toggle title=“Themengebiet Befragung“ start=“open“]

Themengebiet Befragung

Wie werden die zahlreichen Studenten, die häufig keinen eigenen Hausstand haben, mit einbezogen?
Es ist eine repräsentative Befragung. In der Zufallsstichprobe wird die Bevölkerung Bonns abgebildet, dabei sind Studenten ihrem Anteil nach enthalten.

Wird der örtliche Lebensmittelpunkt in die Befragung einbezogen und wenn ja, wie?
Der örtliche Lebensmittelpunkt spiegelt sich nur im Anteil der Bevölkerung pro Stadtbezirk wider, eine weitere Differenzierung wird nicht vorgenommen.

Zirka 40% der Bevölkerung nutzt überhaupt kein Schwimmbad, wie werden Schulen und Vereine als Hauptnutzer in die Befragung einbezogen?
Die Befragung ist repräsentativ. Es dürfen alle Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilnehmen, wie bei der Bundestagswahl. Schulen und Vereine werden nicht speziell abgefragt, sondern sind ebenfalls über die Stichprobe abgebildet.

Wird gefragt, welches Bad geschlossen werden soll? Welche Fragen werden gestellt? Wird das nochmal der Politik vorgelegt?
Es wird gefragt, für welches Modell der Befragte stimmt, bei Veränderungsmodell wird weitergefragt, welches Bad geschlossen werden soll. Die Erarbeitung der Fragestellung (Befragungsmethodik), die Durchführung und die Zusammenzählung der Mehrheiten wird an einen externen Dienstleister abgegeben, der auch für die Validität der Befragung verantwortlich ist. Die Methodik wird am 06.06.2013 im Bürgerausschuß vorgestellt und in einem Freetest mit 100 Personen geprüft, bevor die Befragung startet.

Wo steht, dass die Befragung telefonisch und nicht z.B. per Brief durchgeführt werden soll, da das aus den bereitgestellten politischen Drucksachen nicht hervorgeht?
Das wurde durch die Politik beschlossen. Genaue Auskunft, in welchem Ausschuß, das beschlossen wurde, konnte nicht erteilt werden. Man war sich recht sicher, dass das in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda und des Sportausschusses am 21.03.2013 beschlossen wurde, blieb den Beweis aber bis zum Ende der Veranstaltung schuldig.

Welche Auswirkungen hat die Nichtberücksichtigung von Bürgern ohne Telefonanschluss bzw nur mit Mobilanschluß auf die Qualität der Befragung und die Ergebnisse?
Das hat keine Auswirkungen auf die Befragung und die Ergebnisse. Alle Meinungsforschungsinstitute machen das so. Das wird in der Berechnung der Ergebnisse berücksichtigt. Ein Institut führt aber zukünftig auch die Befragung von Mobilanschlüssen durch.

Was kostet die Befragung?
Die Umfrage kostet 30.000 Euro.

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[toggle title=“Themengebiet Soli-Beitrag/Kosten/Preisgestaltung“]

Themengebiet Soli-Beitrag/Kosten/Preisgestaltung

Wie spiegelt sich die Veränderung der Besucherzahlen in der Preiserhöhung wider?
Ein Besucherrückgang durch die Preiserhöhung ist im Soli eingepreist. Fällt der Besucherrückgang geringer aus, dann wird auch der Soli geringer.

Der Soli ist Gebührenerhohung und sollte genauso ausgewiesen werden.

Sind die Kosten des Rückbaus der Halle in den Kalkulationen enthalten?
Darüber kann erst im Anschluß an die Befragung nach Kenntnis des Ergebnisses beraten werden.

Was passiert mit einem geschlossenen Bad? Ist Soli-Reduzierung durch Badverkauf möglich (Beispiel Viktoriabad)?
Der Standort würde sehr wahrscheinlich verwertet werden. Die Überlegung den Erlös zur Minderung des Solis zu verwenden richtig und korrekt.

Was soll diese unflexible Preisgestaltung, selber Preis für 1h bzw. ganzer Tag? Warum werden Bäder in den Ferien geschlossen, wo mit verstärkter Nachfrage zu rechnen ist?
Die Struktur wird überarbeitet. Ansätze der intelligenten Belegung der Bahnen werden besprochen werden. Das wird alles im Anschluß an diese Grundsatzentscheidung diskutiert.

Welche Aussagen können zu Deckungsbeitrag im Vergleich Sauna/Schwimmhallen gemacht werden?
In wenigen Fällen ist eine Überdeckung im Saunabetrieb möglich. Dafür muss aber alles stimmen, Umfeld etc. Sauna ist nicht automatisch ein Geldbringer.

Fragen zur Kostenstruktur, wie sehen die Kosten aus?
Kosten sind sehr hoch, der Gebäudestruktur geschuldet.

Wieviel Puffer ist in den Finanz-Berechnungen und Kostenanalyse (Stichwort BER, WCCB)? Wie ist das in den Berechnungen enthalten?
Verweis auf diverse Gutachten, in denen die Kosten aufgeschlüsselt sind.

Warum muss Gastronomie verpachtet werden? Erlöse durch Eigenbewirtschaftung wären höher.
In Bonn: Sachzwang. Änderung der Rechtsform wäre nur ein Aspekt.

Bäder-Soli, ist das ein durchschnittlicher Zuschlag, also mal höher und mal niedriger? Gibt es da konkrete Berechnungen?
Es gibt keine konkreten Berechnungen. Der finanzielle Fehlbetrag wurde auf die Besucher umgelegt.

Müsste der Soli nicht zeitlich befristet sein?
Ist auf 20 Jahre angelegt.

Wie wird der Soli auf die Preise aufgerechnet?
Der Soli wird linear auf den Preis aufgeschlagen. Also jede Karte plus 2,10 Euro.

Wie hoch ist der Einzeleintritt für den Vollzahler?
Kein Ticket kann höher als 6,10 sein. Deshalb ist auch der Name Soli gewählt worden.

Gibt es eine soziale Komponente für den Soli?
Soziale Komponente würde für Soli nicht gelten.

Senkung der Energiekosten durch Absenkung der Wasser-Temperatur möglich?
Hinweis auf andere Städte, wo das schief gegangen ist, und die Bürger nicht mehr ins Bad gegangen sind.

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[toggle title=“Themengebiet Nachfrage/Nutzung/Attraktivität“]

Themengebiet Nachfrage/Nutzung/Attraktivität

Wie sollen die Bäder attraktiver gemacht werden, welche Maßnahmen muss man sich vorstellen?
Keine Veränderungen zum Spaßbad sondern Qualität der Bäder enorm verbessern. Beispiel Frankenbad, die Wannen- und Brausebäder haben sich überlebt, das kann durch Umnutzung (Sauna, Fitness, Gesundheit) attraktiviert werden.

Wie sieht es mit der Nachfragegerechtigkeit aus?
Bäder sind letzlich Funktionserfüller.  Über 50% für Öffentlichkeit.

Alternde Gesellschaft, wie wird der Bedarf dahingehend abgedeckt?
Bonn ist glücklicherweise vergleichweise jung, sodass das kein vordringliche Maßnahme ist.

Welche Auswirkungen hätte eine Badschließung auf Schwimmunterricht und Vereinsschwimmen? Diese Informationen sind wichtig für eine objektive Entscheidung für ein Modell.
Das könnte, wenn überhaupt, nur sehr theoretisch beschrieben werden. Man weiss nicht, wie die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, es wäre Reden über ungelegte Eier. Im Anschluß an die Befragung, wenn feststeht ob und welches Bad geschlossen wird, werden die Schulen und Verein über die Veränderungen informiert. Im Übrigen müsse für die Zeit der Sanierung sowieso eine regelung gefunden werden.

Bewegung der Sportschwimmer nach Bonn, Bewegung Wellness/Spaßbad von Bonn weg? Ist das berücksichtigt worden?
Nein, in der Befragung geht es auschließlich um Bonner Belange.

Kann man die Hallenbäder nicht ganzjährig öffnen?
Im Idealfall werden Kombibädern betrieben. Die Stadt kann das personell nicht leisten, deshalb sind nach Öffnung der Freibäder die Hallenbäder geschlossen.

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[toggle title=“Themengebiet Verschiedenes/Meinungen“]

Themengebiet Verschiedenes/Meinungen

Werkstatt Baukultur: Der Innenhof des Frankenbades als gestaltete Grünfläche darf nicht zur Disposition stehen! Durch eine mit nur geringen Kosten verbundene Aufwertung des Innenhofes (Reparatur Brunnen, Pflanzmaßnahmen) kann der Innenhof wieder attraktiv gemacht werden. Man lädt ein zu einer kunsthistorischen Führung durch das Frankenbad.

Der Vorschlag der SSF die Beueler Bütt zu übernehmen liegt seit Monaten der Verwaltung vor. Dadurch könnte die Stadt jährlich 100.000 Euro einsparen, was ebenfalls den Soli-Beitrag verringern würde.

Gibt es Erfahrungen aus anderen Städten mit einer Bürgerbefragung im Bäderbereich?
Noch keine Erfahrung mit Bürgerbefragung, bislang hatte keine Stadtverwaltung den Mut, eine Bürgerbefragung durchzuführen.

Ist der Bäderbereich der einzige Bereich der durch Schließungen und Solidaritätsbeiträge zur Entlastung der Stadtkasse beitragen soll?
Verweis auf Politik.

Welchen Wert misst der Rat bei seiner Entscheidung dem Ergebnis der Befragung bei?
Keine genaue Aussage möglich. Der Rat wird auf Grundlage des Befragungsergebnisses entscheiden. Wie der Rat das Ergebnis bewertet und wichtet, kann nicht gesagt werden.

Vertreter Kinderschutzbund: Beide Modelle sind schlimm. Wie sollen die Kinder schwimmen lernen, wenn man Bäder schließt? Wie wie will die Stadt ihrem Bildungsauftrag nachkommen? Wie sollen Familien mit dem 2,10 Euro Soli-Beitrag zurecht kommen? Das ist ein soziales Problem ein Kinderbildungsproblem. Beide Modelle sind sehr schlecht.

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Viele Fragen wurden beantwortet, einige Antworten blieb die Verwaltung schuldig. Gerade die Auswirkungen einer Schwimmbadschließung auf Schulen, Vereine und Öffentlichkeit fehlen in den Aufstellungen. Diese sind zur objektiven Meinungsbildung aber unerlässlich. Das eine soziale Komponente beim „Soli-Beitrag“ sowie eine Preisstaffel fehlt, kann nur ein schlechter Scherz sein. Das gerade unsere Kinder in Zukunft über 100% mehr bezahlen sollen, ist nicht mehr zu verstehen.

Verwaltung und Politik können hier aber nachbessern, wie es im Verfahren zur Bürgerbeteiligung vorgesehen ist.

Die Politik muss nun zeigen, dass sie es mit der Bürgerbeteiligung auch wirklich ernst meint und auch andere Bereiche zur Disposition und Befragung stellen.

Weitere Informationen zur den Bädern aus den Vereinen finden Sie unter dem folgenden Link:

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