SSB: OB-Kandidaten: Die städtische Sportförderung ist unverzichtbar

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Pressemitteilung vom 22. April 2015

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OB-Kandidaten: Die städtische Sportförderung ist unverzichtbar
SSB ein Vorbild für andere Bereiche, effizienter zu arbeiten

Der Stadtsportbund Bonn (SSB) kann mit großer Zuversicht der Amtszeit des am 13. September 2015 neu zu wählenden Bonner Oberbürgermeisters entgegensehen. Beim 2. Bonner Sportforum, zu dem der SSB am Dienstagabend die drei OB-Kandidaten Peter Ruhenstroth-Bauer (SPD), Tom Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) und Ashok Sridharan (CDU) ins Haus der Sparkasse am Friedensplatz zur Diskussion über die Zukunft des Sports in Bonn eingeladen hatte, bekundeten alle drei möglichen Oberbürgermeister die Unverzichtbarkeit einer angemessenen Sportförderung durch die Stadt. Und sie gaben sich gegenüber Moderator Siegbert Heid durchaus selbstkritisch: Sowohl in der Verwaltung als auch in Teilen der Politik sei die Bedeutung des Sports für die Stadtgesellschaft noch nicht überall angekommen. Das gelte es in erheblichem Maße zu optimieren.

Oberbürgermeister, die Ratsparteien, Verwaltung und der Stadtsportbund mit seinen angeschlossenen Vereinen sollten auf Augenhöhe miteinander diskutieren und zusammenarbeiten, um die bestehenden Kompetenzen zum Wohle der Stadt einzubringen. Wenn der Stadtsportbund beispielsweise die Übernahme von bisher von der Stadt erbrachten Leistungen anbiete, sei dies ein „Vorbild auch für andere Bereiche, effizienter zu arbeiten“, so Tom Schmidt. Ashok Sridharan kündigte an, die vom SSB erarbeitete Vision 2030 „sofort unterschreiben zu wollen“. Kernziel dieser Vision 2030 ist es, ein gemeinsames Leitbild der Bonner Sportvereine für die langfristige Entwicklung des Sports in Bonn zu schaffen. Voraussetzung dafür ist, dass Politik und Verwaltung die hohen ökonomischen und gesellschaftlichen Potenziale des ehrenamtlich geprägten Sports für eine das Gemeinwohl fördernde Stadtentwicklung erkennen und der Bereitschaft des Sports zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung durch maximal mögliche Freiräume und verlässliche Förderung Rechnung tragen. Und Peter Ruhenstroth-Bauer erwartete in enger Zusammenarbeit mit dem SSB „pragmatische Lösungen, die man nur gemeinsam schafft“. Er ermutigte den SSB, auch weiterhin laut und unbequem zu sein und deutlich seine Meinung zu äußern.

Genau das könnte bereits bald notwendig werden. Denn in der Frage, ob, wann und welche Schwimmbäder in Bonn aus Kostengründen geschlossen werden sollen, gab es durchaus unterschiedliche Erwartungen, überraschenderweise vor allem bei den beiden Politikern der Ratskoalition. Ashok Srihdaran (CDU) wollte zwar auch keine dauerhafte Bestandsgarantie für das Bad Godesberger Kurfürstenbad abgeben, legte sich aber soweit fest, dass eine Schließung nur in Frage käme, wenn ein neues (Kombi)-Bad linksrheinisch als Ersatz neu gebaut werde. Dies müsse für Godesberger Schüler erreichbar sein. Für ihn stelle das Ermöglichen von Schwimmunterricht in den Schulen eine städtische Pflichtaufgabe dar.

Für Tom Schmidt (Grüne) steht dagegen das Kurfürstenbad 2017 auf der Kippe, sofern keine kostenreduzierenden Möglichkeiten gefunden werden. „Ich will nichts versprechen, was ich nicht halten kann.“ Peter Ruhenstroth-Bauer (SPD) legte sich wie sein CDU-Konkurrent dagegen fest, dass eine Schließung ohne schlüssiges Konzept der Stadt nicht in Frage kommt. „Bis dahin muss das Kurfürstenbad eine Bestandsgarantie erhalten.“

Zuvor hatte SSB-Vorsitzender Michael Scharf vor den rund 120 interessierten Gästen dargelegt, dass der SSB die Zukunft des Sports in Bonn nur dann verlässlich mitgestalten könne, wenn er über verlässliche und gesicherte Zahlen und Fakten verfüge. „Es fehlen sowohl die dringend notwendigen Zahlen zum Sportstättenkataster wie auch die vom Sportdezernenten schon seit längerem angekündigte Sportentwicklungsplanung.“ Und weil eben diese wichtigen Daten fehlen, müsse man sich über aktuelle Themen streiten. Dies gelte konkret bei der Schwimmbadsituation, bei der Bonn eher eine Unterversorgung im NRW-Vergleich aufweise, während die Stadt weiterhin von einer XXL-Situation ausgehe.

Scharf forderte mehr Unterstützung von der Stadtverwaltung, etwa vom Jugend- und Gesundheitsamt oder dem städtischen Gebäudemanagement. „Wenn wir unsere Vision 2030 zusammen mit der Stadt voranbringen wollen, müssen wir alle wichtigen Akteure an einen Tisch bekommen. Das wird aber nur gelingen, wenn der Sport in Bonn auch Chefsache ist.“

Bonner Sportforum: Die Zukunft des Sports in Bonn

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2. Bonner Sportforum
am Dienstag, 21.04.2015, 18.00 Uhr
im Haus der Sparkasse KölnBonn, Friedensplatz 1-3 in Bonn

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Sehr geehrte Damen und Herren,

der Stadtsportbund Bonn e.V., der Olympiastützpunkt Rheinland und die Deutsche Olympische Gesellschaft wollen zusammen mit der Sparkasse KölnBonn, deren Gast wir sind, wichtige Fragen im Themenfeld Sport regelmäßig zur Diskussion stellen. Aus Anlass der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl bietet sich an, die Kandidaten der Bonner Parteien zum Thema

„Die Zukunft des Sports in Bonn“

zu hören.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand der Sparkasse informieren Sie:

Herr Ruhenstroth-Bauer, SPD
Herr Thomas Schmidt, Bündnis90/Die Grünen
Herr Ashok Sridharan, CDU

Zum Zeitpunkt des Versandes der Einladung waren weitere Kandidaten nicht bekannt. Sollten
Kandidaten hinzukommen, werden sie unverzüglich eingeladen.

Anschließend haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zum Bonner Sport an die Kandidaten zu stellen.

Die Veranstaltung wird von Siegbert Heid, dem Leiter des Gesprächskreises „Bonner Sportforum“, moderiert. Danach bietet uns die Sparkasse bei einer Erfrischung an, die Gespräche zu vertiefen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegbert Heid
Leiter des Gesprächskreises

Gemeinsam für unser Haus des Sports

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Sport trifft Wirtschaft und Politik
Rückblick auf das 1. Bonner Sportforum

Nach seiner Wahl hatte sich der neu formierte Stadtsportbund (SSB) viel vorgenommen. Die Sportförderrichtlinien waren zu überarbeiten. Sie sind inzwischen nach einem fairen Diskurs vom Rat der Stadt Bonn und dem SSB verabschiedet worden.

Der Sportvertrag zwischen SSB und der Stadt wurde nach intensiven Gesprächen mit den Parteien dem Rat ebenfalls vorgelegt und verabschiedet. Er soll der Sportförderung ein stärkeres Gewicht hinsichtlich der städtischen Verpflichtung und der Höhe der für den Sport vorgesehenen Mittel geben. „Das ist der erste und wichtigste Schritt auf einem langen Weg, der schließlich die Gleichstellung von Kultur und Sport zum Ziel hat, wie es die Landesverfassung in Artikel 18 vorsieht“, betont der SSB-Vorsitzende Michael Scharf.

Schließlich soll mit der Schaffung des „Bonner Sportforums“ ein Gremium eingerichtet werden, das wie ein „Runder Tisch“ die Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft einbindet.

D.h. mit anderen Worten: „Der Bonner Sport hat inzwischen seine Kräfte auch politisch gebündelt“, fügte der Leiter dieses Gesprächskreises, Siegbert Heid, hinzu.

Über 80 Teilnehmer bei der 1. Veranstaltung des im „Bonner Sportforum“ integrierten gleichnamigen Gesprächskreises bestätigten am Dienstag, 13.05.14, die Richtigkeit dieses Ansatzes. Sie zeigten auch den vollzählig anwesenden sportpolitischen Sprechern der im Rat vertretenen Parteien, dass sie nicht nur vor Wahlen sehr aufmerksam registrieren, wie Parteien sich des Sportes annehmen.

Dies sieht Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ganz realistisch: „Man muss auch über die Verteilung von Mitteln sprechen, alles andere wäre naiv“, meinte er sehr aufgeschlossen gegenüber der Strategie des SSB.

Aber auch die Wirtschaft und die Universität gehören in diesen Rahmen, in dem sich der Sport bewegt. IHK-Sprecher Michael Pieck deutete die Kraft der Wirtschaft an. So seien „1000 Bonner Firmen mittelbar und unmittelbar mit dem Sportbereich verbunden und das in einer Größenordnung von rund 400 Millionen Euro Umsatz“.

„ Da ist für die direkte Förderung des Sportes über die hiesigen Sportvereine von der jetzigen Größenordnung her gesehen, sicher noch Luft nach oben“, griff Achim Dehnen, Finanzvorstand des SSB den Gedanken auf. Dehnen war wesentlich am Gelingen der „Vision 2030“ beteiligt. Dieses Papier, das auch als Leitbild zu verstehen ist, wie der Sport im Jahre 2030 in Bonn aussehen soll, ist in vielen Arbeitsgruppen und noch mehr Stunden von den Vertretern der Bonner Sportvereine zusammengestellt worden. Es soll nun Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden.

Die Veranstaltung gab auch dem Vertreter der Bonner Universität, Peter Preuß, Gelegenheit, ein Bekenntnis der Universität zum Leistungssport abzulegen. „ Wir wollen Partner des Spitzensportes werden, um diese Sportler in unseren Reihen besonders zu unterstützen“, ergänzte er seine Erläuterungen. In Bonn studierende Spitzensportler können so von einem Sprung zu einem anderen Verein an einer anderen Universitätsstadt abgehalten werden. Umgekehrt zieht es möglicherweise einen Leistungssportler nach Bonn, weil er weiß, dass die Universität ihm auf seinem Weg an der Uni hilft, und er so etwas leichter seinen Sport weiter ausüben kann. Das führt zu einer Win-Win Situation für alle.

Speziell für den Bereich Fußball bereicherte der Landesvorsitzende des Sportbundes, Dr. Christoph Niessen, die Diskussion. Mit Blick auf die Warteliste der Vereine für neue Plätze verwies er auf sog. Hybridplätze, einer Mischung aus Natur- und Kunstrasenplätze, die deutlich preiswerter seien als herkömmliche Kunstrasenplätze. Damit schoss er den Ball direkt ins Tor des Bonner Sportamtes.

[notice title=“Fazit“]Der SSB ist gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg. Gemeinsam mit allen Akteuren will der SSB am Haus des Sports bauen, dessen Keller die neuen Sportförderrichtlinien bilden und die tragenden Wände durch den Sportvertrag eingezogen werden. Die Vision Pro Sportstadt Bonn 2030 ist das Dach, zu dem man sich nun strecken kann.[/notice]

Wie geht es weiter ?

In einer Vorstandssitzung muss die Sitzung ausgewertet werden und die nächsten Schritte abgesprochen werden.

Dazu gehören, wie von Michael Scharf und Achim Dehnen betont, auf der Grundlage des Visionspapiers, das übrigens über die Homepage des SSB in Kurz- und Langform zur Verfügung steht, erste Gespräche mit z.B. Schul-, Jugend-, Sozial- und Bauamt, um die Vernetzung bei sportrelevanten Themen aufzubauen und zu verbessern.

Dazu gehört aber auch die parallele Einbindung weiterer gesellschaftspolitischer Gruppierungen wie z.B. der IHK, sowie Umwelt- und Sozialverbänden.

Siegbert Heid, Leiter Gesprächskreis

Bonner Sportforum: Vision – Pro Sportstadt Bonn 2030

Vision – Pro Sportstadt Bonn 2030

Der Gesprächskreis Bonner Sportforum, eine Einrichtung des Stadtsportbund Bonn, des OSP-Rheinland und der DOG-Rheinland, lädt zu einem Podiumsgespräch unter dem Titel „Vision – Pro Sportstadt Bonn 2030“ ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 13.05.2014, 18.00 im Hause der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149 statt.

Podiumsteilnehmer sind Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes NRW Dr. Christoph Niessen, der Sprecher der IHK Bonn/Rhein-Sieg Michael Pieck, der Leiter des OSP-Rheinland und SSB-Vorsitzende Michael Scharf und Achim Dehnen als Koordinator des SSB-Thesenpapieres „Vision2030“.

Siegbert Heid, der Leiter des Gesprächskreises, übernimmt die Moderation der Podiumsrunde.

Nach einer ersten Runde auf dem Podium haben die anwesenden Repräsentanten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Gelegenheit, sich direkt an der Diskussion zu beteiligen, für die ca. 90 Minuten vorgesehen sind. 

Weiter Informationen auf den Seiten des Stadtsportbundes Bonn: http://www.ssb-bonn.de/sportforum.html