PSB – Pressemitteilung 10-2012

Bonns Sportler laufen auf Hochtouren…

. . . zur Vorbereitung der Demonstration „Rettet den Sport“ am 3. November 2012 auf dem Bonner Münsterplatz. (PM-Download Icon of PSB-Presse10 PSB-Presse10 (495.3 KiB))

Unter dem Dach der PSB hatten sich binnen weniger Monate zuletzt fast alle Sportvereine zusammengefunden, um sich gegen die brachialen Kürzungen der Bonner Sportförderung zu wehren. Aktuell sind der PSB 98 Sportvereine mit insgesamt 72.688 Mitgliedern beigetreten. „Zurzeit sind wir mit der Mobilmachung unserer Mitglieder und der umfangreichen Organisation beschäftigt“, sagt Cheforganisator Rainer Wolff – für den Bonner Sport sei das Neuland. Noch nie zuvor ist Bonns organisierter Sport für seine Belange auf die Straße gegangen.

Mit der Demonstration protestieren PSB, Stadtsportbund und Vereine gegen die massiven Mittelkürzungen in der ohnehin schmalspurig ausgerichteten Bonner Sportförderung, die sich im NRW-Landesdurchschnitt im Tabellenkeller befindet, und für neue Sportförderrichtlinien, wie sie von den Vereinen gemeinsam mit dem Stadtsportbund beschlossen worden sind.

Die Teilnehmer werden aus allen Bereichen des Sports zwischen Breiten- und Leistungssport und mehr als 40 Sportarten stammen. Allein rund 28.000 Kinder und Jugendliche treiben in Bonns Vereinen Sport. Der Fußballkreis Bonn hat eigens für die Veranstaltung alle Meisterschaftsspiele ausfallen lassen. Auch der Bonner Spitzensport wird präsent sein mit Medaillengewinnern, Europameistern, Bundesligaringern, -badmintonspielern und -basketballern.

In Kürze erhalten Sie detaillierte Informationen über das Programm der Kundgebung, die Rücksicht auf den Gottesdienst in der Münsterkirche nimmt, weshalb die Vereine sich erst ab 11 Uhr an der Poppelsdorfer Allee treffen, um dann nach einem Marsch durch Bonn um 13 Uhr den Münsterplatz zu erreichen.

Noch 10 Tage bis zur größten Sportler-DEMO in Bonn

Nur noch 1o Tage bis zur Demonstration der Sportler in Bonn u.a. für:

  • Erhalt und Sanierung unserer Schwimmbäder & Sportanlagen
  • mehr Anerkennung & Wertschätzung für den Sport
  • eine gerechtere Verteilung der Gelder, jedoch nur durch Umverteilung der Mittel & nicht durch höhere Steuern & Abgaben bzw. neue Schulden

Wer ab 25.10.2012 mit offenen Augen durch Bonn geht, dem werden einige A1-Plakate auffallen: Unsere Plakate mit dem Aufruf zur größten Sportler-DEMO Bonns.

Hier kann das Plakat vorab als PDF heruntergeladen werden (Icon of Demo-Plakat Demo-Plakat (945.6 KiB))

A3-Versionen des Plakats liegen ab 25.10.2012 zur Abholung beim BTHV (Kontakt: 0228/238529), beim Stadtsportbund Bonn (Kontakt: 0228/9654763, 9-12Uhr) und beim Beueler Judo-Club (Kontakt: 0172/ 2001515) bereit. Diese Plakate sollen in jeder Turn- und Sporthalle, in jedem Schwimmbad, in jedem Vereinsschaukasten und in möglichst vielen Geschäften in den einzelnen Ortsteilen aufgehängt werden.

DEMO-Chef-Organisator Rainer Wolff bittet ausdrücklich um schnelles Handeln, damit die Plakate noch vor dem Wochenende 27./28.10. 2012 ausgehängt werden können.

Rainer Wolff:

„Ich erwarte ja nicht viel von Euch, aber seid bitte alle so lieb und schafft die A3-Plakate unbedingt bis zum Wochenende 27./28. Okt. in Euren Ortsteilen in die Geschäfte und versorgt alle Turn- und Sporthallen sowie die Schwimmbäder. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, es gibt noch viel zu tun. Packen wir’s gemeinsam an, auf los geht’s los! Los jetzt !!!!!“

Bitte auch hierzu das Anschreiben an die Vereine beachten (Icon of 2012-10-18 Demo Anschreiben Vereine 2012-10-18 Demo Anschreiben Vereine (423.5 KiB)).

Rainer Wolff erinnert auch alle Vereine, die sich bislang noch nicht gemeldet haben, ihre Teilnehmerzahl mitzuteilen (Email: rainer.wolff@pro-sportstadt-bonn.de, Mobil: 0172-2001515), damit endlich der Aufstellplan für die Poppelsdorfer Allee erstellt werden kann.

In 10 Tagen steigt die größte Sportler-DEMO die Bonn je erlebt hat.

Sei auch Du dabei! Teilnahme auf facebook ankündigen

Verhältnisse laufen aus dem Ruder

In der Ausgabe 03/2012 der Zeitschrift „Olympisches Feuer“ des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Deutschen Olympischen Gesellschaft ist ein Artikel über Probleme der Sportvereine durch zunehmende Kürzungen und Streichungen von Zuschüssen erschienen (Download  Icon of Aus Dem Ruder OF 03 2012 Aus Dem Ruder OF 03 2012 (1007.4 KiB)).

Exemplarisch werden hier die Initiativen Pro Sportstadt Bonn und die neue Initiative in Darmstadt vorgestellt.

Zielformulierungen lauten: Sportkonzept für die Sportstadt, die keine ist. Zuständigkeitswechsel: weg vom Kultur- und Sport- hin zum Jugend- und Sozialamt. Transparente Verwendung der Sportpauschale des Landes. Pflege und Unterhalt der Vereinsanlagen und städtischen Sportanlagen (Übernahme durch Vereine). Keine Konkurrenz-Angebote der Stadt im Sport. Und die Kernforderung: Ausgewogene Sport- und Kulturförderung. PSB publizierte die Schieflagen im Etat: Kultur wird in Bonn sechs Mal höher (60 Millionen Euro) gefördert als der Sport. Von dessen 10 Millionen Euro per anno werden Personalkosten der Verwaltung und der Unterhaltung der Bäder abgezogen.[…]

Scharf: „Hier laufen die Verhältnisse total aus dem Ruder.“

 

„Wir werden es auch so machen wie in Bonn“, betont Harry Distelmann, Vorsitzender von RW Darmstadt und Vorstandsmitglied im Sportkreis 33 Darmstadt. […]

Schluss mit lustig. Auch er begreift Sport als kulturelle Bewegung und mag ihn und die Kultur nicht gegeneinander ausspielen. „Ich gehe ja selbst gern ins Theater.“ Allerdings erwartet er von Kommunal- und Landespolitikern faire Spielregeln bei der Verteilung der Subventionen. Auf beiden Seiten dürfe es keine Erbhöfe geben. Für die Vereine ist der Maßstab klar: Leistung –  soziales Gewicht und Verantwortung, bürgerschaftliches Engagement im Ehrenamt – sind von den Kommunen und von der Politik angemessen zu unterstützen.

Auch dieser Artikel zeigt wieder, dass die Probleme der Vereine hervorgerufen durch unverhältnismäßige Kürzungen, Streichungen von Zuschüssen, Sanierungsstau bei Sportanlagen usw. usf. auch bei den Dachorganisationen des deutschen Sports durchaus Thema sind und ernst genommen werden. Aber:

Also heißt das Rezept Aufstand von unten.

Und Aufstand von unten heißt für alle Bonnerinnen und Bonner dabei sein auf der großen Sportler-DEMO und Kundgebung am 03.11.2012.

PSB vorbildlich – Beispiel Bonn macht Schule

Pro Sportstadt Bonn – Vorbild für weitere Initiativen

Die “ Echo-Online“ aus Darmstadt berichtete am 07.09.2012

Bonn dient Darmstadt als Beispiel:

Die Initiative „Pro Sportstadt Bonn“ (PSB) wirbelt dort seit einem Jahr Sportentwicklung und -förderung der Stadt (300 000 Einwohner) kräftig durcheinander. Nach der Ankündigung, 300 000 Euro Zuschüsse zu streichen, garniert mit großen Tönen des nassforschen neuen Sportdezernenten („Sport ist Privatsache“) Sportstätten-Nutzungsgebühren zu erheben, warfen drei Vorsitzende den Stein ins Wasser. Schnell sammelten sich 20 Vereine unter dem Banner PSB.
Über 60 Clubs der Stadt, die 60 000 der 70 000 Sportvereins-Mitglieder repräsentieren, plus 130 neue Mitglieder sind in dieser der Bürger-Initiative sportpolitisch unterwegs. Der Landessportbund übernahm vor der Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen den Forderungskatalog von PSB als Wahlprüfsteine.

Link Echo Online – Beispiel Bonn macht Schule

Lesen Sie auch an selber Stelle:
65 Euro für Opernbesucher, 10 Cent für junge Sportler
Sportförderung – „Pro Sportstadt Darmstadt“ nimmt Kürzungen der Stadt und üppige Kulturförderung aufs Korn

Das zeigt deutlich, dass unsere Initiative Pro Sportstadt Bonn mit Ihrem Engagement u.a. zur Sportförderung, zu mehr Wertschätzung des Ehrenamtes im Sport und zu einer gerechten Aufteilung der Mittel den richtigen Weg beschreitet und damit Vorreiter und Vorbild für weitere Initiativen in unserem Lande ist.