Demo: Interview mit Sprecherin Christa Vostell

Im Vorfeld der großen Sportler-Demonstration befragten wir PSB-Sprecherin Christa Vostell. Christa ist Leiterin des AK Vereinseigene Anlagen bei PSB und 1. Vorsitzende beim Godesberger Judoclub.

Die Probleme der Bonner Sportvereine sind vielfältig. Wie können Sie da erwarten, dass alle Vereine bei der Demo mitmachen?

Bisher hat jeder Sportverein allein für seine Interessen gekämpft. Mit der Initiative Pro Sportstadt Bonn haben sich fast alle Bonner Sportvereine zusammengetan, um Positives für die Sport  in Bonn zu bewegen – und das über das eigene Vereinsinteresse hinaus.  Mit fast 100 Sportvereinen und über 70.000 Sportlern hat der Bonner Sport nun eine gewaltige Stimme. Dies werden wir am 03.11.2012 bei der Demo beweisen. Dabei sind die Forderungen der Bonner Sportler eher bescheiden.

Welche Forderungen meinen Sie?

Wir Sportler fordern:

1. eine verlässliche, transparente Sportpolitik.
2. eine kontinuierliche Sanierung der Bonner Sportstätten (Turnhallen/Fußballplätze/Schwimmbäder) mit jährlich 10 Mio EURO.
3. eine auf 5 Jahre vertraglich vereinbarte Zusicherung der Fördergelder für Jugend/vereinseigene Anlagen/ Spitzensportförderung für den Nachwuchs in Höhe von  1,3 Mio EURO jährlich.
4. die Abschaffung der Sportstättennutzungsgebühr für Schwimmer.

Fördergelder für vereinseigene Anlagen? Aber das sind doch wohlhabende Tennisclubs…

Bei Vereinen mit eigenen Anlagen gibt es zwei Kategorien. Die Einen üben eine Sportart (z.B. Tennis) aus, für die normale Turnhallen nicht geeignet sind. Die Anderen haben durch die Errichtung der eigenen Turnhalle städtische Hallenzeiten für andere Sportvereine freigemacht. Beide haben aber eins gemeinsam, die Stadt wird durch diese Vereine finanziell entlastet.
Alle Vereine auch die Tennisclubs haben mit steigenden Aufwendungen für die Anlage und Mitgliederrückgang zu kämpfen.  Die Höhe der städtischen Zuschüsse lag bis zum Jahr 2010 bei 5-10 %. Dann wurden die Zuschüsse für 2011 und 2012 gestrichen. Dabei sind Vereine mit eigenen Anlagen den anderen Vereinen laut den Sportförderrichtlinien gleich gestellt. Nun gut eine 100% Förderung  wäre unrealistisch, aber die Förderbeträge, die seit 2002 gleich hoch sind, sollten angepasst, d.h. verdoppelt werden. Außerdem sollten die Abgaben an die Stadt Bonn (Erschließungskosten, Erbpacht u.s.w.) nicht höher sein als die Zuschüsse.

Wenn Vereine mit eigenen Anlagen die Stadt Bonn entlasten, dann sollten doch mehr Vereine ermutigt werden eine eigene Anlage zu betreiben…

Das sieht die Pro Sportstadt Bonn genauso. Wir streben deshalb auch die Möglichkeit an, dass Vereine  städtische Anlagen übernehmen und in Stand halten. Hier sollen Pilotprojekte durchgeführt werden und Musterverträge geschaffen werden. Auch das ist eine wichtige Forderung. Am wichtigsten ist aber, dass die Möglichkeiten für alle Vereine gleich sind. Transparenz sowie  unbürokratische, bürgernahe Verwaltungsarbeit und verlässliche Sportpolitik sind für die Zukunft des Bonner Sportes  unerlässlich.

Wir danken Christa Vostell für das kurze Interview.

Christa Vostell und die Mitglieder des 1. Godesberger Judoclubs werden selbstverständlich an der großen Bonner Sportler-Demo teilnehmen. Seien Sie dabei und reihen Sie sich ein, für:

  • Erhalt & Sanierung unsere Schwimmbäder & Sportstätten
  • mehr Anerkennung & Wertschätzung für den Sport
  • eine gerechte Verteilung der Gelder

03. November 2012, Treffpunkt ab 11 Uhr Poppelsdorfer Allee, 12 Uhr Demonstrationszug zum Münsterplatz, ab ca 13 Uhr Kundgebung auf dem Münsterplatz.

Demo: Interview mit Sprecher Michael Scharf

Im Vorfeld der großen Sportler-Demonstration befragten wir PSB-Sprecher Michael Scharf zu seinen Hoffnungen und Wünschen:

Was erhoffen Sie sich von der Demonstration?

Zum einen wollen wir den Bonnern, vor allem aber auch Politik und Verwaltung zeigen, dass der Sport mit großer Leidenschaft und Geschlossenheit für die Zukunft des Bonner Sports und damit vor allem um die Zukunft von Sport-, Kinder- und Jugendentwicklung in Bonn kämpft. Zum Anderen wollten wir unsere inhaltlichen Ziele einer breiten Öffentlichkeit kommunizieren.

Welche Ziele meinen Sie?

Vor allem die

1. Einführung einer neuen Sportförderrichtlinie mit einer auskömmlichen Finanzierung von ca. 1,3 Mio. Euro pro Jahr

2. Ein Sportstätten-Sanierungsprogramm mit 10. Mio. Euro Jahresvolumen sowie

3. Eine langfristige vertragliche Sicherheit für diese Leistungen.

Hat denn nicht der OB schon gesagt, dass die Leistungen für den Sport in 2013 und 2014 erhöht werden?

Das hat er in der Tat und auch die Gespräche unter Führung von Herrn Finger sind sehr konstruktiv. Aber unterm Strich sind das sehr nett gemeinte Absichtserklärungen, die aber ohne entsprechende Taten wertlos sind. Daher müssen diese Vorschläge nun von den politischen Parteien mit Mehrheit angenommen werden. Hier werden wir das Abstimmungsverhalten von allen Parteien – ja teilweise sogar von jedem einzelnen Stadtverordneten – prüfen und bewerten. Und wir werden allen Menschen auf der Demo sagen, Sie können aktiv verfolgen, ob Politik und Verwaltung mit ihren Aussagen zu den berechtigten Forderungen des Sports Wort halten oder aber ihr Wort brechen.

PSB wird vorgeworfen die Kultur anzugreifen. Wird denn tatsächlich der Konflikt mit der Kultur gesucht?

Wir kämpfen für den Sport, der ja von Politik und Verwaltung in den letzten Jahren fast totgespart wurde. Von daher sind wir nicht gegen etwas, sondern für etwas. Der Vergleich mit der Kultur zeigt sehr plastisch, wie Gelder in Bonn verteilt werden und hilft den Bonner Bürgern bei der Einschätzung welche Prioritäten gesetzt werden sollen. Wenn inzwischen bestätigt und anerkannt ist, dass die Kultur im Vergleich der bundesdeutschen Städte einen Spitzenwert in der Förderung erhält und der Sport in Bonn im gleichen Ranking einen Platz im unteren Drittel, dann ist das ein Hinweis darauf, dass über die Jahre Ungleichgewichte zu Ungunsten des Sports entstanden sind. Das mag den Freunden aus der Kultur vielleicht nicht gefallen. Klarheit und Transparenz tragen meiner Meinung nach aber dazu bei, dass die Bonner Bürger ihre demokratischen Rechte auf einer besseren Informations- und Wissensbasis wahrnehmen können.

Sind denn Entscheidungen im Sport nicht auf der Basis von Klarheit und Transparenz gefällt worden?

Ich sage mal vorsichtig, leider nicht immer. Was sind denn die Ziele einer „Sportstadt Bonn“? Welche Schwerpunkte soll es hierbei geben? Gibt es ein Gesamtkonzept aus dem heraus sich einzelne Entscheidungen ableiten lassen? Wie ist denn die sogenannte „Überholspur“ im Fußball genau definiert? Wir wollen in all diesen Fragen Klarheit, Transparenz und Verlässlichkeit. Alles andere führt zur Frustration der engagierten Ehrenamtlichen in den Vereinen und zum Ausspielen der Sportvereine gegeneinander. Das werden wir mit Pro Sportstadt Bonn ändern und das werden auch die Politiker, die meinen hier ein private Spielwiese zu haben, einsehen müssen. Klarheit, Transparenz, Verlässlichkeit und Zukunftsorientierung. Viele gute Gründe dafür auf die Straße zu gehen.

Wir danken Michael Scharf für dieses kurze Interview.

Michael Scharf wird auf der Bonner Sportler-Demo im Rahmen der Kundgebung die Schlußworte sprechen. Seien Sie dabei und reihen Sie sich ein, für:

  • Erhalt & Sanierung unsere Schwimmbäder & Sportstätten
  • mehr Anerkennung & Wertschätzung für den Sport
  • eine gerechte Verteilung der Gelder

03. November 2012, Treffpunkt ab 11 Uhr Poppelsdorfer Allee, 12 Uhr Demonstrationszug zum Münsterplatz, ab ca 13 Uhr Kundgebung auf dem Münsterplatz.

Bonner Bäder sollen trockengelegt werden

Wieviel Bäder will sich Bonn leisten?

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Bereits den Entwürfen für den Doppelhaushalt der Stadt Bonn, die Achim Dehnen auf der 4. Vollversammlung (Aus sportlichen Gründen…) vorstellte, war zu entnehmen, dass die bisherigen Betriebskosten für die Bonner Bäder um 750.000 € auf 5,5 Mio. € (2013) bzw. 5,2 Mio. € (2014) gekürzt werden sollen. Ab 2015 stehen 31 Mio. € für die Sanierung der Bäder zur Verfügung. Das jüngste Bädergutachten hatte den Investitionsbedarf mit 48 Mio. € angegeben.

Konkret wird nun vom Oberbürgermeister vorgeschlagen, das Hardtbergbad, das Friesdorfer Freibad und das Melbbad zu schließen (Verwaltungsvorschlag: Icon of DS1213228 DS1213228 (197.5 KiB)). Nunmehr ist es an den Fraktionen im Bonner Rat die Vorschläge zu bewerten. „Bonner Bäder sollen trockengelegt werden“ weiterlesen

DEMO-Schilder-Aktion

Für alle Teilnehmer besteht die Möglichkeit auf eigene Rechnung für nur 25,00 € pro Schild Ihre Demo-Schilder anfertigen zu lassen. Mögliche Sprüche für diese Schilder finden sich hier ( Icon of SSB - Sprüche Für Demo SSB - Sprüche Für Demo (83.8 KiB)) und hier (Icon of Generalaussagen Demo Generalaussagen Demo (56.1 KiB)). Selbstverständlich können auch eigene Losungen verwendet werden.

Wichtig: Bestellungen bis spätestens Montagabend 29.10.2012.

Bestellung unter Angabe der Rechnungsadresse
BestellFax: +49 (0)228 /  422 80 92 oder
BestellEmail: schmich@bodentattoos.com

Telefonische Rückfragen unter: +49 (0)228 / 422 80 89

Lieferumfang:
Komplettes Transparent:
Quadratische Hartschaumtafel ( 80 cm x 80 cm )
mit Beschriftung nach eigener Wahl und Tragestock.
Herstellungspreis / Komplettpreis : 25 Euro pro Stück

Lieferung:
Die bestellten Schilder können am Aufstellplatz „Popp-Allee“ am Samstag 3.11.2012 ausgegeben werden.