Stimme des Tages – 11.03.2014

Kunstrasenproblematik
Stimme des Tages
Kommentar im Generalanzeiger Bonn von GA-Volontär Clemens Boisserée

Fairplay belohnen!

Fußball bedeutet immer auch Konkurrenz, ob in der Bundesliga oder der Kreisliga C. Wenn sich also 21 Bonner Fußballvereine im Stadtsportbund auf eine Prioritätenliste einigen, deren Umsetzung auch der direkten Konkurrenz zugute kommt, ist das ein gutes Zeichen von sportlichem Fairplay.

Doch von der Politik wird das bislang ignoriert, stattdessen werden eigene Maßnahmen durchgezogen – was wiederum eine grobe Unsportlichkeit für Vereine darstellt, die wichtige, teils ausgezeichnete Jugendarbeit leisten. Eine Liste, auf der ein Verein aus Mehlem auf Platz drei aufgeführt wird, mit dem Verweis auf angeblich nicht berücksichtigte sozialpolitische Rahmenbedingungen abzulehnen, ist obskur.

Auch die Verwaltung muss sich fragen lassen, weshalb sie die Politik gewähren lässt, ohne selbst aktiv zu werden. Die Berücksichtigung der Spielklasse des Vereins ließe sich sicherlich einbringen, eine Einigung in den übrigen Punkten muss angesichts der bereits vorhandenen ähnlichen Kriterien möglich sein.

Für die Vereine zählt letztlich nur, dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt. Also: Einigung tut not!

Weiterführende Informationen im Generalanzeiger Bonn unter Kein Kunstrasen in Sicht – Asche vernebelt Fußball-Zukunft

6 comments on “Stimme des Tages – 11.03.2014
    • Die CDU lässt sich in dieser Frage immer wieder von den Grünen, namentlich vor allem von Rolf Beu, ausbremsen. Der will halt unbedingt die Bezirkssportanlage Endenich saniert wissen, die Probleme der anderen Bonner Fußballvereine sind ihm egal. Und deshalb wird auch die vom Sportamt vorgelegte Prioritätenliste abgelehnt.
      Meine Frage: Ist es eigentlich wahr, dass Teile Endenichs zum Wahlkreis von Rolf Beu gehören? Das würde viel erklären! Vielleicht kann mir jemand die Frage beantworten.

      • Das ist alles sehr interessant! So ist auch zu erklären, wieso Herr Beu sich bereits im Mai 2012 soweit aus dem Fenster lehnen und die Bevorzugung der Endenicher Asche postulieren konnte:
        Endenich-Online

        Zitat Rolf Beu:”Der „Sportpark West“, der Endenicher Sportplatz an der Röckumstraße, wird – wie ich selbst als sportpolitischer Sprecher meiner Ratsfraktion im Gespräch mit der Verwaltungsspitze in Erfahrung bringen konnte – Vorrang erhalten, sollten die bisherigen sogenannten Tennenplätze in Kunstrasenplätze umgewandelt werden. Bekanntlich bilden CDU und GRÜNE die entscheidende Mehrheitskoalition im Bonner Stadtrat.”

        Komisch nur, dass im Gegensatz dazu Verwaltungsspitze und Sportamt die Abarbeitung der bestehenden Prioritätenliste favorisieren.

        Zum letzten Satz kann man nur sagen: “Hochmut kommt vor dem Fall”

  1. Wenn die Kriterien in dieser Prioritätenliste der Stadtverwaltung bereits berücksichtigt sind, hätte sie ja KEINEN Grund, diese Kriterien nicht endlich mal dem Sportausschuss vorzulegen.

    CDU und GRÜNE wollen doch lediglich den gefassten Beschluss ausgeführt sehen, nämlich dass zuerst die Kriterien öffentlich dargelegt werden und erst nach Beschluss dieser Kriterien eine Prioritätenliste beschlossen wird.

    Wenn es diese Kriterienliste tatsächlich bereits komplett gibt, spricht doch absolut nichts dagegen, diese dem Sportausschuss vorzulegen. Dann hätte dies ja bereits längst schon 2013 erfolgen können und dann hätte der Sportausschuss auch schon längst eine Liste beschliessen können.
    Doch genau DAS macht die Stadtverwaltung nicht und sitzt das weitere Verfahren einfach aus.

    Und statt nun auf den GRÜNEN oder Rolf Beu herum zu hacken, könnte man es ja auch mal aus Sicht der Sportvereine sehen, die nun einen Kunstrasenplatz erhalten werden, und sich mit diesen und für diese freuen:
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Drei-Plaetze-bekommen-Kunstrasen-article1316211.html

    Und nach der gestrigen Sportausschuss-Sitzung wurden nun ja auch zusätzlich noch die Mittel für die Sanierung des F.-A.-Schmidt-Platzes erhöht.

  2. Die Kriterien, die die Vereine akzeptieren, hat Lutz Thieme bereits am 17.03.2009 den Vereinen vorgestellt. Diese Kriterien, die in einem wissenschaftlich begleiteten Prozess herausgearbeitet wurden, werden von den Vereinen offensichtlich als sinnvoll betrachtet.

    Vergessen Sie nicht, die Politik hat die mit diesen Kriterien erstellte Prioritätenliste zur Kunstrasensanierung der Stadtverwaltung 2009 zerpflückt, zerissen und nach eigenem Gutdünken neu aufgestellt.

    Natürlich freut man sich, dass es insgesamt mit den Sportplatzsanierungen weitergeht, endlich weitergeht, muss man sagen.

    In der Vergangenheit wurde und wird weiterhin durch politische Akteure versucht, diese Kriterien im Nachhinein zu ändern, vielleicht um dadurch selbst politisch zu profitieren. Das hat nichts mit rumhacken zu tun, sondern es bleibt einfach ein Geschmäckle.

    Aber so ist offensichtlich Politik, erst Gutachten in Auftrag geben und wenn es einem nicht passt, dann wird es eben doch geändert. Worauf soll man sich denn verlassen? Auf den Wankelmut der politischen Akteure? Geschenkt!

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