SSB: Soll der Schwimmunterricht etwa künftig im Rhein stattfinden?

Pressemitteilung vom 8. Dezember 2016

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Soll der Schwimmunterricht etwa künftig im Rhein stattfinden?
Stadtsportbund extrem irritiert über Dezernentenäußerung

Der Stadtsportbund Bonn (SSB) ist extrem überrascht von der Meinung des Bonner Kulturdezernenten Martin Schumacher, dass der Unterhalt von Schwimmbädern keine kommunale Pflichtaufgabe darstelle. Dies soll Schumacher, zu dessen Tätigkeitsbereich auch der Sport gehört, in einem Brief an die Pflegschaftsvorsitzenden einiger Bad Godesberger Schulen geschrieben haben. Diese hatten sich in einem Schreiben an Oberbürgermeister Ashok Sridharan für den Erhalt des Kurfürstenbades eingesetzt.

„Es ist uns unerklärlich, wie Herr Schumacher unter Berücksichtigung aller Konsequenzen eine solche Aussage tätigen kann. Schwimmen, und daran gibt es gar keinen Zweifel, ist unabdingbarer Bestandteil des Sportunterrichts. Wir hoffen, dass auch Herr Schumacher nicht ernsthaft daran denkt, Kindern künftig im Rhein Schwimmunterricht erteilen zu lassen. Dann muss die Stadt aber auch dafür sorgen, dass entsprechende Schwimmbäder für den Unterricht zur Verfügung stehen“, sagt SSB-Vorsitzender Michael Scharf. „Damit ist der Unterhalt von Schwimmbädern ohne Zweifel eine städtische Pflichtaufgabe.“

Auch steht Schumachers Meinung im direkten Gegensatz zur Aussage seines Vorgesetzten. Oberbürgermeisters Sridharan hatte beim Sportforum des SSB im vergangenen Jahr ausdrücklich betont, dass für ihn „das Ermöglichen von Schwimmunterricht in den Schulen eine städtische
Pflichtaufgabe“  darstelle. „Wir im SSB gehen davon aus, dass sich seitdem an seiner Meinung nichts geändert hat“, so Scharf.

Unabhängig davon unterstützt der Stadtsportbund mit aller Macht das Bestreben der Verwaltung und der Mehrheitsfraktion, ein neues, modernes Hallenbad im Wasserland zu bauen, dafür das marode Kurfürstenbad aufzugeben und später auch das Frankenbad einem neuen Nutzungskonzept zuzuführen. „Stadtsportbund und Stadtschwimmverband sind sich sicher, dass die Bonner Bevölkerung von dem neuen Bad begeistert sein wird, wenn nach dem Architektenwettbewerb die Planungseinzelheiten bekannt werden. „In dem neuen Bad wird es viel Raum für Schulen und Vereine geben. Und viele Vergnügungsmöglichkeiten für den Bürger, vom Sprungbecken über Wellnessmöglichkeiten und Saunen bis hin zu einem warmen Außenbecken.  Wir sind sicher, dass dann kein Bonner Bürger den alten Bädern nachtrauern wird“, sagt Scharf.

Bericht Generalanzeiger Bonn vom 07.12. 2016

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