Koalitions-Klüngel verhindert transparentes Zukunftskonzept

Am vergangenen Donnerstag, 13.09.2012, fand eine wichtige Sportausschusssitzung statt (siehe auch Schwarz-Grün kippt Ratsbeschluss), die sich u.a. mit der Kunstrasenthematik befasste.

Der PSB AK Fußball hat dazu kurzfristig ein Informationsschreiben insbesondere für die Fußballvereine über die Ereignisse und Auswirkungen dieser Sitzung erarbeitet.

Auszug aus dem Informationsschreiben (Icon of AK-Fußball-Infoschreiben-02-2012 AK-Fußball-Infoschreiben-02-2012 (205.5 KiB)):

Unsere abgestimmte Vorgehensweise wurde sowohl von der Verwaltung wie auch von der SPD unterstützt, leider  aber  von  Stv.  Beu  (Grüne)  als  Sprachführer  der  Koalition  (CDU/Grüne)  torpediert  und  die Änderung in einem so undurchsichtigen Antrag vorgebracht, daß selbst der Ausschußvorsitzende und Koalitionskollege  Stv.  Härling  (CDU),  der  natürlich  wie  alle  aus  der  Koalition  (u.a.  auch  der  SSB‐Vorsitzende  van  Schewick  ‐  CDU)  für  diesen  Antrag  gestimmt  hatte,  die  Auswirkungen  des beschlossenen  Antrags  sogar  noch  nach  der  Sitzung  im  persönlichen  Gespräch  mit  mehreren Anwesenden  völlig  anders  interpretiert  hat.  Unser  Ansinnen  den  früher  vorherrschenden  Klüngel sowie Entscheidungen aus reinem politischem Machtinteresse endlich zu begraben, ist konterkariert worden.

Schon alleine daher war das ein schwarzer Tag für den Bonner Sport.

Für den AK Fußball der PSB ist klar (siehe auch Icon of AK Fußball Kunstrasen-Überholspur AK Fußball Kunstrasen-Überholspur (193.4 KiB)):

Grundsätzlich  wäre  eine  Überholspur  zu  begrüßen,  allerdings  entweder  nur  im  ursprünglichen  Sinne mit voller Kostenneutralität für die Stadt oder durch ein separates Verfahren mit einem zusätzlichen dafür ausgeschriebenen Budget. Bei letzterem würden also die momentanen 300.000 Euro weiter für die Abarbeitung der Prioritätenliste zur Verfügung bleiben und ein zusätzliches jährliches Budget (z.B. 100.000) würden für Beteiligungsfinanzierung im Rahmen der Überholspur ausgeschrieben. Wird dann letzteres nicht abgerufen, könnte dieser Etat zum normalen Sanierungsetat hinzugefügt werden.

Wir werden auch  zukünftig  alle  Entscheidungen  der  Politik  genauestens  unter  die  Lupe  nehmen  und  uns  nicht scheuen auch Roß und Reiter zu nennen.

Ich möchte hier nochmals betonen, daß es uns nicht darum geht sich für oder gegen den einen oder anderen  Verein  einzusetzen.  Uns  geht  es  alleine  um  das  Gesamtinteresse  aller  Bonner Fußballvereine, um Transparenz, Fairneß und verbindliche Regeln für alle. 

Pro Sportstadt Bonn, AK Fußball
Heiko Fleck

Lesen Sie dazu auch die weiteren Dokumente/Artikel:

Link Mitteilungsvorlage Verwaltung 1212607
Link Dringlichkeitsantrag SPD 1212605
Link Änderungsantrag CDU-Grüne 1212605AA2

Link Ergebnisse Sitzung AK Fußball 10.09.2012

Reaktionen der Politik (Link CDU Ratsfraktion, Link Grüne-Bonn)

Reaktion Stv. Härling (Icon of 2012 09 17 Schreiben PSB AK-Fussball Haerling 2012 09 17 Schreiben PSB AK-Fussball Haerling (67.7 KiB))

4 Antworten auf „Koalitions-Klüngel verhindert transparentes Zukunftskonzept“

  1. Dass der Verein „PSB“ fachlich begründete Mehrheitsentscheidungen des Sportausschusses einseitig zu Lasten eines „PSB“-Mitgliedsvereins kommentiert, mag in den Gremien des „PSB“ diskutiert werden. Keinesfalls zu akzeptieren ist aber den Ton der „PSB“-Veröffentlichungen zu den Entscheidungen des demokratisch verfassten Ratsausschusses. Wenn man dann zur Kenntnis nimmt, dass diese Äußerungen durch einen „PSB“-Sprechers getätigt werden durften, der seine Heimat in einem Ortsteil des rechtsrheinischen Bonn hat und der damit auf Grund des Beschlusses real als sich selbst benachteiligt fühlend bezeichnet werden kann, dann ist die Faktenlage zumindest ausreichend, um den Verein „PSB“ in dieser Angelegenheit ein nicht ausgewogenes, sondern individuell parteiliches Verhalten vorzuhalten.

  2. Wir haben auf dieser Seite alle verfügbaren Informationen sowie die entsprechenden Links zu den Standpunkten der Beteiligten zusammengefasst. Auf dieser Grundlage steht es jedem interessierten Bürger offen, sich seine Meinung zu bilden.

    Wir werden jedoch an dieser Stelle keine weiteren Kommentare einstellen, die den Respekt am Gegenüber vermissen lassen bzw. wilde Spekulationen fördern.

    Unser Anliegen ist das geschlossene Auftreten des Bonner Sports beim gemeinsamen Engagement u.a. zur Sportförderung, zu mehr Wertschätzung des Ehrenamtes im Sport und zu einer gerechten Aufteilung der Mittel.

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